Nicht zwingend genug
Keine Punkte in Dresden. in einer chancenarmen Partie unterlagen die Lilien der SG Dynamo Dresden mit 0:1. In unserer Analyse blicken wir noch einmal auf die 90 Minuten zurück.
Wie ist die Stimmungslage innerhalb der Mannschaft? Wie blickt Torsten Lieberknecht auf den kommenden Gegner? Und welches Personal steht ihm für das Auswärtsspiel bei Werder Bremen (24.2./15.30 Uhr) zur Verfügung? Zu diesen und weiteren Fragen lieferte der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 auf der Pressekonferenz am Donnerstag (22.2.) die passenden Antworten. Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch niedergetippt.
Außer Clemens Riedel und Fraser Hornby sind alle Spieler im Training. Auch Mathias Honsak und Braydon Manu sind diese Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Gerrit Holtmann hat ebenfalls komplett mittrainiert und ist eine Option. Dagegen ist Braydon nach seiner langen Verletzung aber noch keine Option für Samstag.
Wir haben uns vor allem die zweite Hälfte angeguckt, da ging es 2:2 aus. Das Spiel gegen Werder Bremen war in der Hinrunde geprägt davon, dass wir gut in die Partie gefunden haben und in den ersten Minuten sehr effektiv waren. Das hat uns geholfen, zu unseren Toren zu kommen. Trotzdem gab eben aber auch die zweite Halbzeit, die interessant in der Analyse war, weil Bremen daraus sicherlich etwas ziehen wird.
Der Sieg von Werder Bremen in München war ein kompletter Brustlöser und hat ihnen viel Kraft gegeben. Auch mit den Auftritten danach haben sie sich viel Selbstsicherheit geholt. Ansonsten haben sie klare Abläufe in ihrem Spiel. Vor allem der Zehnerraum wird von ihnen gern bespielt. Trotzdem haben wir das Gefühl, dass es Dinge gibt, die wir für uns nutzen können, damit wir zu unserem ersehnten Dreier kommen.
Ich durfte mit Andi zusammenspielen. Ich bin immer noch geprägt von ihm. Davon wie er als absoluter Weltstar mit uns jungen Spielern umgegangen ist. Mir und den anderen Jungs aus der Jugend stand er immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Er hat uns auch mal geschützt, wenn es nötig war. Ich habe es genossen, dass er mir als jungen Spieler immer die Hand gereicht und Hilfestellung gegeben hat. Es ist sehr traurig, dass Andi nicht mehr da ist.
Man hat nie das Gefühl, dass hier unter der Woche der Tabellenletzte trainiert. Es ist unglaublich. Die Mannschaft richtet sich permanent neu auf und orientiert sich neu. Sie trainiert mit viel Akribie und Energie. Wir haben eine gute Moral, die Jungs sind vollkommen intakt und unterstützen sich. Es herrscht eine gute Stimmung, aber nicht Laissez-faire, sondern gute Stimmung mit voller Fokussierung. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass wir wie der Tabellenletzte spielen. Wir haben vom Umfeld viel Zuspruch für unser Spiel gegen Stuttgart bekommen. Doch nur dieser Zuspruch befriedigt uns nicht, weil wir keine Punkte geholt haben. Daher bleiben wir dran. Bremen ist die nächste Chance. Wir müssen schauen, dass wir irgendwie diesen Sieg einfahren – vielleicht auch mal mit einem schlechten Spiel trotzdem 1:0 gewinnen. Das würde der Mannschaft total helfen. Ein Dreier würde uns auch nochmal einen massiven Push geben. Das wünsche ich ihnen und uns allen.