Die Lilien sahen sich früh mit einer brenzligen Situation konfrontiert: Nach einem Abpraller konnte Kelati aus aussichtsreicher Position einschieben, Vukotic klärte aber auf der Lime für den bereits geschlagenen Schuhen (4.).
Auf der Gegenseite hatten die Heimfans kurz zwei Minuten später ebenfalls schon den Torschrei auf den Lippen: Nach einem Eckball bediente Vukotic seinen Teamkollegen Akiyama, dessen zentraler Abschluss aus sechs Metern jedoch von Richter geblockt wurde. In der 8. Minute flankte Akiyama auf den eingelaufenen Papela, dessen Kopfball geriet jedoch noch zu hoch. Festzustellen blieb nach 20 Minuten aber: Nach einem kurzen Wackler kontrollierten die Hausherren die Partie und erarbeiteten sich immer wieder aussichtsreiche Gelegenheiten.
Und kurz darauf agierte der SV 98 in Überzahl: Müller wurde nach einem Foul an Marseiler mit der Ampelkarte vom Platz gestellt. In der Folge verflachte die Partie etwas, Kiel igelte sich nun tief in der eigenen Hälfte ein. Ein Umstand, der die zu bespielenden Räume sehr eng machte.
Den zweiten Durchgang begannen die Lilien wie verwandelt: Nach einer Hereingabe von Lopez traf Lidberg zum 1:0 (48.). Kurz darauf krachte Schmidts Schuss an den Pfosten, auch Klefisch hatte eine aussichtsreiche Chance, den Spielstand hochzuschrauben. Schmidt war es, der die Energieleistung der Südhessen mit dem zweiten Tor belohnte: Nach Zuspiel von Marseiler bleibt der Mittelfeldspieler vor Kiels Keeper Weiner cool (52.). Auch in der Folge bleibt Darmstadt griffig, Richter scheiterte aus spitzem Winkel an Weiner (62.). In der 77. Minute verfehlte ein weiterer Abschluss des Mittelfeldmanns sein Ziel nur knapp. Den Rest der Partie betrieb der SV 98 im Autopilot-Modus und fuhr einen letztendlich ungefährdeten Heimsieg ein.