Lee wechselt nach Darmstadt
Der SV 98 hat die gesuchte Verstärkung für die Mittelstürmerposition gefunden. Hojae Lee wechselt vom südkoreanischen Erstligisten Pohang Steelers an das Böllenfalltor.
Was bedarf es, um am Freitagabend (31.1./18.30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg erfolgreich zu sein? Wie schätzt Florian Kohfeldt die gegnerische Mannschaft ein? Und was sagt der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 zur Entscheidungsfindung seines Teams in der Offensive? Die Antworten lest Ihr hier. Zusammengefasst haben wir Euch die wichtigsten Aussagen von Kohfeldt aus der Pressekonferenz am Mittwoch (29.1.).
Personalupdate: Paul Will, Matthias Bader, Christoph Zimmermann, Fabian Holland, Othmane El Idrissi und Isac Lidberg fallen aus. Isac ist in dieser Woche wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen und sollte dann für das Heimspiel gegen Elversberg wieder ein Thema für den Kader sein.
Ich freue mich auf ein Duell unter Flutlicht mit einem der größten Traditionsvereine Deutschlands. Ich mag es sehr gerne, am Freitagabend zu spielen. Die Mannschaft mag es ebenfalls. Deswegen freuen wir uns alle drauf.
Nürnberg ist eine sehr offensiv- und spielstarke Mannschaft. Sie kommen über sehr viel Bewegung und spielen wenig in starren Positionen, bewegen sich vielmehr aus den Räumen heraus. Daher sind sie schwer zu greifen und man kann schwierig ein klassisches Pressing gegen sie aufziehen. Zudem schießen sie sehr viele Tore und verfügen gerade offensiv über hohe Qualität.
Wie vor fast jedem Spiel in dieser Liga: Für beide Mannschaften ist es möglich, das Spiel zu gewinnen. Es wird stark auf die Leistung und Tagesform ankommen. Einen klaren Favoriten sehe ich nicht. Für uns wird es darauf ankommen, nach der Winterpause wieder ein Spiel zu spielen, in dem alle Spielphasen zusammenpassen. In Düsseldorf hatten wir ein Phasenspiel. Gegen Paderborn war unser Thema das Herausspielen von Torchancen, was wir nicht in der Qualität gemacht haben, wie es unser eigener Anspruch ist. Dagegen haben wir aus dem Spiel heraus aber sehr gut verteidigt. Deshalb wird es wichtig, dass wir jetzt gegen Nürnberg alle Phasen des Spiels zusammenkriegen. Dann sehe ich gute Möglichkeiten, das Spiel gewinnen zu können.
Ich bereite die Mannschaft vor jedem Spiel mit maximalem Elan, maximalem Fokus und maximaler Erwartungshaltung an das Team darauf vor, ihre bestmögliche Leistung zu zeigen und ein Spiel zu gewinnen. Vor meinem ersten Spiel gegen Braunschweig habe nicht auf die Tabelle geguckt – und jetzt vor Nürnberg tue ich es auch nicht. Mir geht es einzig und allein darum, dass wir uns auf unsere Leistung und auf das fokussieren, was wir wollen. Und das ist immer, ein Spiel zu gewinnen.
Wir haben sehr spezifische Ideen auf jeden Gegner, das ist aber bislang selten in personelle Veränderungen umgeschlagen. Wir hatten jetzt das erste Mal zwei Spiele in Folge, in denen wir gemessen an unserem eigenen Anspruch an unsere Leistung nicht zufrieden waren. Die Jungs, die über weite Strecken in der Startelf gespielt haben, haben sich das Vertrauen erspielt. Trotzdem überlegen wir jede Woche genau, was zum Gegner passt, um unsere Spielidee durchdrücken zu können. Das kann eine Formation, ein personeller Wechsel oder eine ganz grundsätzliche taktische Ausrichtung sein.
Wir sind gegen Paderborn häufig an den kleinen Momenten gescheitert – Ballannahme, ein oder zwei Kontakte, auf die Kette zugehen oder den tiefen Ball spielen. In unserer Raumbesetzung sehe ich dagegen einen Fortschritt. Da sind wir weiter als beispielsweise in den Spielen, in denen wir fünf Tore geschossen haben. Jetzt müssen wir auf dieser Basis den nächsten Schritt gehen. Das Thema sind die Einzelentscheidungen, aber auch das Zwingendwerden, ohne dabei hektisch zu sein. Es ist selten ein Problem, in die Räume zu kommen. Aber in den Entscheidungen sind wir nicht so klar, wie wir es sein wollen. Das Problem haben wir nicht exklusiv: Paderborn hat verdient gewonnen, für uns war es eine verdiente Niederlage. Trotzdem haben sie gegen uns keine klare Torchance herausgespielt. Unsere Aufgabe ist es jetzt, Lösungen zu finden. Gemessen an unserem eigenen Anspruch wollen wir noch präziser werden.
Ich hatte noch keinen persönlichen Kontakt zu Miroslav Klose. Er ist einer der herausragendsten Spieler, die je bei Werder gespielt haben. Ich habe ihn als Spieler unglaublich gerne Fußball spielen sehen – nicht nur in Bremen, sondern insbesondere in der Nationalmannschaft. Er ist eine der größten Persönlichkeiten, die wir im deutschen Fußball haben. Ich freue mich daher sehr, ihn am Freitag persönlich kennenzulernen.
Paderborn war in der Lage die acht Kilometer mehr als wir zu laufen, weil sie uns den Ball gegeben haben und deshalb mehr laufen mussten. Wir hatten knapp über 60 Prozent Ballbesitz. Dadurch läuft das gegnerische Team automatisch von der Gesamtdistanz mehr. Was für mich aber wichtig ist: In den intensiven Parametern wie den intensiven Läufen oder Sprints waren wir ebenbürtig mit Paderborn. Insgesamt waren unsere 118 Gesamtkilometer auch absolut in Ordnung.