Unentschieden bei der Generalprobe
Der SV Darmstadt 98 und der englische Zweitligist FC Portsmouth haben sich bei der Generalprobe vor dem offiziellen Saisonstart mit einem torlosen Remis getrennt.
Das Personal. Die sportliche Situation. Das kommende Spiel. Diese und weitere Themen standen auf der Pressekonferenz am Donnerstag (30.11.) im Vordergrund. Wir haben die wichtigsten Aussagen von Torsten Lieberknecht vor dem Freitagabendspiel (1.12./20.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln zusammengefasst.
Christoph Zimmermann wird ausfallen und auch noch längere Zeit brauchen, bis sich seine Wunde komplett regeneriert hat. An dieser Stelle möchte noch einmal rückwirkend die faire Geste der Freiburger Fans loben. Ich fand es wirklich beeindruckend, wie das ganze Stadion applaudiert hat, als Zimbo vom Platz getragen wurde. Ansonsten befindet sich Braydon Manu in konservativer Behandlung (siehe Extrameldung) und wird ebenfalls ausfallen. Fraser Hornby steht uns aufgrund einer Sprunggelenksverletzung nicht zur Verfügung. Marcel Schuhen hat diese Woche komplett wieder mittrainiert. Wenn er gesund bleibt, wonach ist bislang aussieht, wird er am Freitag im Tor stehen.
Der 1. FC Köln sieht die Spiele gegen uns und danach gegen Mainz als die Duelle an, in welchen der Turnaround geschafft werden muss. Wir werden morgen ein sehr intensives Spiel erleben, auf das sich unsere Fans freuen dürfen. Es wird auf dem Platz heiß hergehen. Köln sieht uns auf Augenhöhe. Wir sehen im 1. FC Köln einen Erstligisten, der in den letzten Jahren für Furore in der Liga gesorgt hat. Ich erwarte, dass die Kölner den Weg nach vorne suchen werdem und im Eins-gegen-Eins hoch pressen.
Für den Spieltag wäre es ein super Moment, um die drei Punkte zu holen. Doch steht bei uns das Spiel im Vordergrund, nicht der Blick auf die Tabelle. Denn die Saison ist noch lang. Nach längerer Zeit ohne Dreier wollen wir wieder einen Dreier holen. Wir sind seit zwei Spielen ohne Niederlage, was zeigt, dass es schwierig ist, uns zu schlagen. Wir brauchen für das Spiel jede Faser, jeden Mann. Jeden Zentimeter des Platzes müssen wir offensiv wie defensiv beackern. Zudem brauchen wir die massive Unterstützung unserer Fans. Sie sollen mithelfen, die Mannschaft durch verschiedene Phasen des Spiels zu begleiten, um so den Dreier einzufahren.
Wir stehen über dem Strich. Wir fühlen uns also in unserem Schneckenhaus wohl. Wir schauen immer wieder mal raus und strecken unsere Fühler aus (schmunzelt). Wenn wir das am Ende der Saison auch machen, haben wir das Schneckenrennen gewonnen. Viele haben uns vor der Saison eher dort gesehen, wo der 1. FC Köln aktuell steht. Das entscheidende ist aber, dass wir auch nach Abpfiff des 34. Spieltags über dem Strich stehen. Das ist unser Ziel. Dafür machen wir bislang einen ordentlichen Job und versuchen weiter, immer besser zu werden.
Die Herangehensweise ist nicht neu, schon gegen Leverkusen und Stuttgart haben wir diesen Ansatz gewählt. In Freiburg haben wir in der Analyse gesehen, dass Umschaltmomente mehr Erfolg bringen als hohes Pressing. In den letzten beiden Spielen hatten wir insgesamt ruhigere Ketten. Trotzdem sind wir in der Aktivität geblieben und nicht tiefgestanden. Das ist das Wichtigste. Im Detail hatten wir auf verschiedenen Positionen eine andere Herangehensweise als in den Partien zuvor. Entscheidend war aber, dass wir sehr klar und sehr aufmerksam waren.
Alexander Brunst hat in Freiburg gezeigt, dass er sofort parat ist und die Qualität hat, in der ersten Liga zu spielen. Im Nachgang wurde mir erst seine persönliche Geschichte vor Augen geführt. Das hat sein Debüt und seine tolle Leistung nochmal beeindruckender gemacht. Er hat es sich verdient, weil er genau wie Morten Behrens alles dafür tut und auf dem korrekten Weg geht. Insgesamt haben wir ein super Torhüter-Trio.