Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Ein wilder Krimi endet ohne Sieger: In einem mitreißenden, kurzweiligen Spiel trennen sich die Lilien und der VfL Bochum mit 3:3 (2:2). Zwischen Ärger, dass nicht zwei Zähler mehr herausgesprungen sind, Unzufriedenheit über eigene Unzulänglichkeiten und daraus resultierender „Zufriedenheit“ über den Auswärtspunkt. Nach der Achterbahnfahrt in Bochum ordneten die Protagonisten den Rückrunden-Auftakt ein.
„Für den neutralen Beobachter war es ein cooler Rückrundenauftakt in einem sehr coolen Ambiente. Können wir das Spiel heute gewinnen? Ja, auf jeden Fall. Können wir es verlieren? Ja, ebenfalls auf jeden Fall. Das Unentschieden ist daher das gerechte Ergebnis. Es gab Phasen, in denen beiden Mannschaften das Spiel auf ihre Seite hätten ziehen können. Wir begünstigen die beiden Tore von Bochum in der ersten Halbzeit doch stark durch individuelle Fehler. Die zweite Halbzeit verlief dann eher für Bochum, wir hatten aber die eine überragende Aktion von Patric Pfeiffer und Luca Marseiler. Wir kassieren dann aber noch das 3:3, weil Bochum gedrückt und eine Wucht entwickelt hat. Kurz vor Schluss hatten beide Mannschaften noch eine einhundert- wenn nicht sogar eintausendprozentige Chance. Daher ist es insgesamt ein gerechtes Unentschieden.“
„Ich wusste nicht genau, wo wir stehen. 80 Prozent von dem, was wir machen wollten, habe ich heute gut gesehen. In den ersten zehn, 15 Minuten haben wir es nicht geschafft, die Flanken der Darmstädter zu verhindern und waren nicht konsequent genug. Darmstadt hatte super Chancen und macht auch das Tor. Wir haben heute gegen beste Mannschaft im Umschaltspiel gespielt. Das ist eine riesige Herausforderung. Darmstadt kann in allen Phasen ein Tor machen und hat uns alles abverlangt. Dennoch fand ich, dass wir die bessere Mannschaft waren. Wir haben es geschafft, Chancen zu kreieren und Tore zu machen. Das dritte Gegentor ärgert mich allerdings brutal. Insgesamt war ein ordentliches Spiel von uns, das mir Zuversicht für die kommenden Aufgaben gibt. Den Punkt nehme ich heute mit.“
„Wir haben insgesamt kein gutes Spiel gemacht, schießen aber trotzdem drei Tore. Wir müssen mit dem Punkt zufrieden sein, weil wir nicht sauber gespielt haben. In der ersten Halbzeit hatten wir Lösungen parat, speziell über die Seiten, die wir aber nicht fortgeführt haben. Es war ein wilder Ritt: Für die Zuschauer gut, für uns aber nicht, weil wir es anders spielen wollen. Man hat dann aber auch gesehen, welche Energie dieses Stadion entwickeln kann. Wir hätten es heute besser machen und das Spiel gewinnen können, die ersten beiden Gegentore standen sinnbildlich dafür. Deswegen nehmen wir den Punkt mit.“
„Wenn man den Spielverlauf sieht, nehmen wir den Punkt heute mit. In der ersten Halbzeit hatten wir schon die ein oder andere Möglichkeit, haben Bochum aber bei den Toren eingeladen. Im Großen und Ganzen war das heute zu wenig von uns, gerade in der zweiten Halbzeit standen wir zu tief und haben zu wenig Zweikämpfe gewonnen. Wir wollten mit Ball viel mehr zeigen und das ist uns über weite Strecken nicht gelungen. Insgesamt hatten wir zu wenig den Ball. Und wenn wir ihn hatten, haben wir schlechte Entscheidungen getroffen und einfache Dinge nicht gut gemacht. Wir mussten heute insgesamt mehr zittern, als wir es wollten. Wir wussten, dass die Stimmung hier in Bochum sehr gut ist und der VfL eine hohe Präsenz im Strafraum hat. Da haben wir zu viele Möglichkeiten für Bochum zugelassen.“