Pounding The Rock
Vom 25.9. bis zum 1.10 befinden sich die Lilien in San Antonio. Im USA-Tagebuch halten wir euch hier über die Reise und die Erlebnisse des SV 98 auf dem Laufenden.
Es ist wieder soweit! Die Lilien starten in die 1. Runde des DFB-Pokals. Am kommenden Samstag (16.8./18 Uhr) trifft der SV 98 auf Regionalligist VfB Lübeck. Bevor allerdings der Anpfiff im Stadion an der Lohmühle ertönt, verraten wir Euch die interessantesten Zahlen und Fakten: Welche Pokalhistorie bringen beide Mannschaften mit? Und wer aus dem Kader der 98er hat die meiste Erfahrung im nationalen Pokalwettbewerb? Gemeinsam mit Euch werfen wir einen Blick auf die Top Facts zum Spiel.
Wenn der VfB Lübeck und der SV Darmstadt 98 am Samstag (16.8.) in der ersten Runde des DFB-Pokals aufeinandertreffen, ist das ein historisches Ereignis: Erstmals stehen sich die beiden Vereine in einem Pflichtspiel gegenüber. Für die Lilien ist eine Reise in den hohen Norden jedoch kein Neuland. In der jüngeren Vergangenheit des Wettbewerbs mussten die Südhessen mehrfach in den nordlichen Bundesländern antreten. Erst in der vergangenen Pokalsaison führte sie der Weg in der ersten Runde nach Hamburg zu Teutonia Ottensen, ehe im Achtelfinale das Auswärtsspiel beim SV Werder Bremen folgte.
Das erste DFB-Pokalspiel des VfB Lübeck fand in der Saison 1954/55 statt. Damals setzten sich die Norddeutschen auswärts beim Spandauer SV mit 2:1 nach Verlängerung durch. In ihrer Pokalhistorie erzielte die Mannschaft bislang 54 Tore. Die erfolgreichsten Torschützen sind Dennis Kruppke und Ferydoon Zandi mit jeweils drei Treffern, gefolgt von Daniel Bärwolf, Jens Scharping, Lutz Schwerinski und Peter Perlmann, die jeweils zweimal trafen. Hinzu kommen 13 Treffer, die im Elfmeterschießen erzielt wurden. Neun Partien wurden in der Verlängerung entschieden, vier davon gewann der VfB, fünf gingen an den Gegner. Viermal kam es zum Elfmeterschießen, wovon Lübeck nur einmal als Sieger hervorging, während sie dreimal unterlagen. Rekordhalter bei den DFB-Pokaleinsätzen ist Lübecks ehemaliger Mittelfeldspieler Markus Kullig mit 13 Spielen.
Die bislang erfolgreichste Pokalsaison des VfB Lübeck ist datiert aus der Spielzeit 2003/04. Zum Auftakt setzten sich die Lübecker auswärts bei Eintracht Rheine mit 2:0 nach Verlängerung durch. In der zweiten Runde folgte ein weiterer Krimi: Beim FC St. Pauli gewann der VfB erneut in der Verlängerung, diesmal mit 3:2. Das Achtelfinale bescherte den Norddeutschen den Bundesligisten SC Freiburg, der im heimischen Stadion an der Lohmühle mit 1:0 besiegt wurde. Im Viertelfinale behielten die Lübecker gegen die TSG 1899 Hoffenheim die Oberhand, bevor in der Verlängerung im Halbfinale gegen den späteren Titelträger SV Werder Bremen durch eine 2:3-Niederlage Endstation war.
Besonders die Pokalsaison 2003/04 dürfte den Lübecker Fans noch in bester Erinnerung sein. Damals sorgte der VfB für eine sportliche Sternstunde. Die Gegenwart fällt jedoch nüchterner aus: Seit über einem Jahrzehnt ist Lübeck fester Bestandteil der vierthöchsten Spielklasse im deutschen Fußball. Ausnahmen bilden die Spielzeit 2013/14 in der Schleswig-Holstein-Liga sowie die Saisons 2020/21 und 2023/24 in der 3. Liga. Ansonsten sind die Schleswig-Holsteiner seit Jahrzehnten ein gewohntes Gesicht in der Regionalliga Nord. Der Start in die aktuelle Spielzeit verlief eher holprig: Nach drei Partien steht der VfB mit einem Sieg und zwei Niederlagen auf Rang 13 der Tabelle.
In einem Punkt hat der VfB Lübeck den Lilien noch etwas voraus: In ihrer langen DFB-Pokalgeschichte sind die Darmstädter bisher nie über das Viertelfinale hinausgekommen. Ihren größten Erfolg feierten die Südhessen in der Saison 1987/88, als sie unter Trainer Eckhard Krautzun das Viertelfinale erreichten. Dort war jedoch gegen den Hamburger SV nach einer 0:1-Niederlage Schluss. Insgesamt konnte sich der SV 98 bislang achtmal für das Achtelfinale qualifizieren, zuletzt in der vergangenen Saison 2024/25. Da setzten sich die Lilien zunächst gegen Teutonia Ottensen und Dynamo Dresden durch, bevor sie im Achtelfinale gegen Werder Bremen ausschieden.
Die meiste Pokalerfahrung für den SV Darmstadt 98 hat im aktuellen Kader Fabian Holland. Stolze 16 Mal lief der Defensivspieler schon für die Lilien im DFB-Pokal auf. Mit einem weiteren Einsatz am Wochenende würde er Tobias Kempe (ebenfalls 16 Einsätze) überholen. Spitzenreiter der Südhessen in dieser Kategorie sind Dieter Rudolf und Edwin Westenberger. 20 Mal spielten sie für den SV 98 im DFB-Pokal. Zudem befinden sich auch noch Willi Wagner (19 Einsätze) und Oliver Posniak (17 Einsätze) vor Fabian Holland und Tobias Kempe.