Ein Spiel Sperre für Pfeiffer
Das DFB-Sportgericht hat Patric Pfeiffer nach dessen Platzverweis gegen die SV Elversberg für eine Partie gesperrt.
Der SV 98 tritt am Freitag die Reise in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts an und will auswärts endlich mal wieder drei Punkte entführen. Der 1. FC Magdeburg dagegen ist als Tabellenletzter im Kampf um den Klassenerhalt unter Zugzwang. Was unterscheidet die Teams? Wo gibt es aber auch statistische Gemeinsamkeiten? Alle Fakten und Zahlen zum Duell zwischen den Lilien und dem 1. FC Magdeburg haben wir in diesem Artikel für euch zusammengepackt. Hier findet ihr die Top Facts zur Partie am Freitagabend.
Nach den ersten acht Spieltagen standen lediglich drei Zähler auf dem Konto des 1. FC Magdeburg. Doch im zweiten Abschnitt der Hinrunde legten die Ostdeutschen eine deutliche Leistungssteigerung hin – angefangen mit dem torlosen Remis im Merck-Stadion am Böllenfalltor, bei dem Cheftrainer Petrik Sander zum ersten Mal für den FCM an der Seitenlinie stand. Am Ende überwinterten sie mit 17 Punkten auf Platz 15.
Die Rückrunde begann in Magdeburg jedoch ähnlich wie die Hinrunde. Auch wenn sie nun nach acht Spieltagen sechs Punkte gesammelt haben, bilden sie aktuell das Tabellenschlusslicht. Nun ist die Marschroute klar: Noch einmal einen Schlussspurt hinlegen wie zuvor in der Hinrunde, um das rettende Ufer zu erreichen. Beginnen wollen sie damit erneut gegen die Lilien…
Dass der 1. FC Magdeburg die rote Laterne trägt, liegt nicht daran, dass sie nicht in der Lage sind, sich Chancen für einen Torerfolg herauszuspielen. Im Gegenteil: Mit 418 Torschüssen feuerten sie die meisten Abschlüsse der 2. Bundesliga auf das gegnerische Gehäuse.
Was jedoch fehlt, ist das berühmte Quäntchen Glück im Abschluss. Denn nur jeder 13. Schuss findet den Weg ins gegnerische Netz. Insgesamt trafen sie also 35-mal. Zwar ein durchschnittlicher Wert in dieser Liga, die Ausbeute könnte aufgrund der Möglichkeiten jedoch höher ausfallen. Darmstadt dagegen weist zwar weniger Torschüsse auf (339), verwandelt aber jeden siebten und steht damit bei 47 Treffern.
Während der SV 98 am vergangenen Spieltag gegen Holstein Kiel seine Heimserie von nun sieben Siegen in Folge fortgesetzt hat, holte man in fremden Spielstätten weniger Punkte. Zudem sprang aus den vergangenen sechs Auswärtsspiel kein Sieg heraus – fünf Remis, eine Niederlage. Wenn man jedoch einen genaueren Blick auf diese Partien wirft, erkennt man die Schwierigkeit dieser Begegnungen. Eine unglückliche Niederlage in Dresden zuletzt oder Spiele gegen ein wiedererstarktes Bochum sind nur Beispiele dafür. Den letzten Auswärtsdreier holte der SV 98 im November letzten Jahres in Hannover. Wird also mal wieder Zeit…
Dass die Magdeburger eine gute Spielanlage haben, zeigt sich daran, dass sie 28 ihrer 35 Tore aus dem Spiel heraus erzielt haben. Die Südhessen kommen in dieser Kategorie auf 32 ihrer insgesamt 47 Tore. Deutlich größer wird der Abstand jedoch bei Standards. Während die Lilien hier immer wieder auftrumpfen und bereits 15-mal erfolgreich waren, kommen die Magdeburger nur auf sieben Treffer.
Allerdings: Von außerhalb des Strafraums zeigen sich die Sander-Schützlinge zielsicher. Denn genauso oft, wie sie nach ruhenden Bällen treffen, lassen sie die Torhüter mit Schüssen aus der Distanz hinter sich greifen. Sieben Tore von außerhalb des Sechzehners sind Ligabestwert.
Wie war das? Dem FCM fehlt das Quäntchen Glück? Im Abschluss könnte mehr für sie herausspringen. Das liegt auch daran, dass sie ligaweit am dritthäufigsten das Leder an den Torrahmen knallen. Insgesamt waren es 14-mal. Aber auch die 98er haben mit diesem Pech zu kämpfen. Denn die Lilien legen noch eine Schippe drauf: 16-mal – so oft wie kein anderes Team der Liga – scheiterte die Mannschaft von Florian Kohfeldt am Aluminium.
Das Team aus dem Osten Deutschlands hat erstaunlich viele Tore erzielt – dafür, dass es aktuell Tabellenletzter ist. Es sind genauso viele wie Tabellenführer Schalke 04 aufzuweisen hat. Der größte Knackpunkt der Magdeburger ist jedoch die Defensive. Der FCM ließ in dieser Saison 41 Großchancen zu und musste mit 48 Gegentoren nach Greuther Fürth (56) die meisten Gegentore schlucken.
Baris Atik spielte in der Rückrunde der Saison 2017/18 per Leihe im Lilien-Dress. Aktuell trägt er zwar ebenfalls Blau-Weiß, jedoch mit dem Logo des 1. FC Magdeburg auf der Brust. Seine persönliche Bilanz? Die kann sich sehen lassen. In dieser Zweitliga-Saison kommt die ehemalige Lilie auf zehn Assists und traf viermal selbst.
Auf seinen Offensivkollegen Mateusz Zukowski sollte die Darmstädter Defensive ebenfalls ein Auge haben. Denn auch er gehört zu den besten Scorern der Liga. Dreimal legte er für seine Mitspieler auf. Und mit elf Treffern steht er auf Platz fünf der Torjägerliste.
Bei dem Duell am Freitagabend droht vier Lilien die fünfte Gelbe Karte. Fraser Hornby, Luca Marseiler, Merveille Papela und Aleksandar Vukotic sahen in dieser Saison viermal den Gelben Karton. Bei den Bördestädtern sind es mit Max Geschwill, Philipp Hercher und Dariusz Stalmach drei Spieler, die bei der nächsten Verwarnung gesperrt fehlen würden.
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Spiele |
Siege | Unentschieden | Niederlagen | Tore | |
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Heim |
4 | 2 | 1 | 1 | 5:3 |
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Auswärts |
5 | 4 | 0 | 1 | 7:6 |
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Gesamt |
9 | 6 | 1 | 2 | 12:9 |