In einer Reihe mit Nils Petersen, Niclas Füllkrug und Lukas Podolski steht seit einigen Wochen auch ein Paderborner, der sich im Spiel gegen Magdeburg unvergessen gemacht hat. Beim 4:3-Erfolg erzielte Filip „Fico“ Bilbija alle vier SCP-Tore und stieg damit in den elitären Kreis der Viererpacker der zweiten Liga auf! Doch das Vier-Tore-Kunststück ist nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal von Bilbija in dieser Saison. Wenn Paderborns Top-Torschütze trifft, dann hat die Mannschaft von Ralf Kettemann in dieser Spielzeit noch nie verloren. Allgemein musste „Fico“, wie er selbst genannt werden will, erst eine Niederlage im Paderborn-Trikot verkraften, wenn er sich in die Torschützenliste eintrug. 15-mal schlug er in dieser Spielzeit bereits zu.
Auf dem Platz sieht sich der gebürtige Berliner aber eher im zentralen Mittelfeld als im Sturm, wie er im „Schanzer Podcast“ zu seiner Zeit bei Ingolstadt verriet. Die Schanzer waren seine erste Profistation und auch das erste Mal, dass er seine Heimat Berlin verließ. Ein für ihn wichtiger Schritt, erzählte er, denn in der Hauptstadt wäre dank Freunden und Partys der Fokus nicht nur auf den Fußball gelegt worden, in Ingolstadt aber schon. Die Schwerpunkte in seinem Leben zu setzen, ist ihm ein großes Anliegen, auf eine Präsenz in den sozialen Medien verzichtet der 26-Jährige komplett. Seine Zeit nutzt er unter anderem für Meditation und das Lesen spiritueller Bücher, wie er in einem vereinseigenen Interview mit dem SC Paderborn preisgab.
Stand jetzt hat sich das ausgezahlt: Aktuell rangiert Bilbija mit 15 Treffern auf Platz vier der Torschützenliste, mit der Kanone wird es dennoch eng. Drei Tore fehlen ihm auf Noel Futkeu (18 Tore) und ein gewisser Isac Lidberg (17 Tore) hat dabei auch noch ein Wörtchen mitzureden. Was Bilbija aber bereits gezeigt hat: Vier Tore in einer Partie sind für ihn nicht unmöglich.