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15.05.2026 / Profis

Der SC Paderborn im Gegnercheck

Die Ausgangslage ist nahezu einmalig: Platz 2 – 59 Punkte, Platz 3 – 59 Punkte, Platz 4 – 59 Punkte. Drei Teams sind punktgleich im Kampf um einen direkten Aufstiegsplatz, und das am letzten Spieltag. Elversberg, Hannover und dann der Lilien-Gegner SC Paderborn: Aktuell entscheidet die Tordifferenz über Aufstieg, Relegation und den undankbaren vierten Rang.

Die Spieler des SC Paderborn im Torjubel
Foto: Eibner-Pressefoto/Scott Coleman

Durch die vorzeitige Meisterschaft der Schalker ist bereits ein Aufstiegsplatz vergeben, das macht die Ausgangslage am 34. Spieltag umso brisanter. Mittendrin im Aufstiegsrennen: der SC Paderborn. Stand jetzt entscheidet die Tordifferenz, doch da sieht es für das Team von Ralf Kettemann weniger rosig aus als bei der Konkurrenz. Die Ostwestfalen stehen bei +12, Hannover 96 bei +16 und die SV Elversberg bei +22.

Parallel zum Paderborn-Spiel am Bölle empfängt Elversberg die abgestiegene Mannschaft aus Münster und Hannover hat die Nürnberger zu Gast. Tabellarisch steht der SCP also vor der größten Aufgabe. Wir haben uns den Lilien-Gegner am Sonntag einmal genauer angeschaut.

Formkurve

Ausgerechnet jetzt. In der wichtigsten Phase der Saison steckt der SC Paderborn in seiner bislang längsten Durststrecke der Spielzeit. Die tabellarische Situation ist klar, doch aus welcher Ausgangslage sie entstanden ist, ist aus Sicht des Tabellenvierten ärgerlich. Ihren letzten Sieg holten sie vor fünf Wochen gegen Magdeburg und standen danach mit vier Punkten Vorsprung auf Platz zwei. Seitdem folgten zwei Unentschieden und zwei Niederlagen, wohlgemerkt trafen sie dabei nacheinander auf die aktuelle Top-Drei der Liga. In Summe steht der SCP also bei fünf von 15 möglichen Punkten aus den letzten fünf Partien. Ob das am Ende reicht, wird der letzte Spieltag offenbaren.

Gegnerische Mannschaft Endergebnis Punkteausbeute
Karlsruher SC (H) 2:2 1
SV Elversberg (A) 5:1 0
FC Schalke 04 (H) 2:3 0
Hannover 96 (A) 1:1 1
1. FC Magdeburg (H) 4:3 3

TOP SCORER - 2. Bundesliga

Top-Torjäger Top-Vorlagengeber
Filip Bilbija – 15 Tore Laurin Curda – 8 Assists
Laurin Curda – 7 Tore Raphael Obermair – 8 Assists
Steffen Tigges – 6 Tore Mika Baur – 7 Assists
Sebastian Klaas – 5 Tore Steffen Tigges – 4 Assists
Stefano Marino – 5 Tore Sebastian Klaas – 3 Assists

 

Der Trainer

Ralf Kettemann

Ralf Kettemann

Cheftrainer vom SC Paderborn
  • Geburtsdatum (Alter): 20.08.1986 (39)
  • Geburtsort: Crailsheim
  • Nationalität: Deutsch
  • Im Cheftrainer-Amt seit: Juli 2025
  • Vorherige Trainerstationen: Karlsruher SC, TSG Hoffenheim, TSV Ilshofen

Prunkstück

Ralf Kettemann, der Mann mit dem goldenen Händchen. Gibt es offensiv eine Flaute bei den Paderbornern und die Elf auf dem Platz bekommt den Ball einfach nicht im Kasten unter, dann sitzen die Waffen auf der Bank. 13-mal stachen die Joker für den SCP bereits, so oft wie fast kein zweites Team der Liga, lediglich Hannover gelang das einmal öfter (14). In Sicherheit kann man sich gegen Paderborn also nie wägen, solang die Wechselfenster nicht ausgeschöpft sind.

All Eyes on ...

In einer Reihe mit Nils Petersen, Niclas Füllkrug und Lukas Podolski steht seit einigen Wochen auch ein Paderborner, der sich im Spiel gegen Magdeburg unvergessen gemacht hat. Beim 4:3-Erfolg erzielte Filip „Fico“ Bilbija alle vier SCP-Tore und stieg damit in den elitären Kreis der Viererpacker der zweiten Liga auf! Doch das Vier-Tore-Kunststück ist nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal von Bilbija in dieser Saison. Wenn Paderborns Top-Torschütze trifft, dann hat die Mannschaft von Ralf Kettemann in dieser Spielzeit noch nie verloren. Allgemein musste „Fico“, wie er selbst genannt werden will, erst eine Niederlage im Paderborn-Trikot verkraften, wenn er sich in die Torschützenliste eintrug. 15-mal schlug er in dieser Spielzeit bereits zu.

Auf dem Platz sieht sich der gebürtige Berliner aber eher im zentralen Mittelfeld als im Sturm, wie er im „Schanzer Podcast“ zu seiner Zeit bei Ingolstadt verriet. Die Schanzer waren seine erste Profistation und auch das erste Mal, dass er seine Heimat Berlin verließ. Ein für ihn wichtiger Schritt, erzählte er, denn in der Hauptstadt wäre dank Freunden und Partys der Fokus nicht nur auf den Fußball gelegt worden, in Ingolstadt aber schon. Die Schwerpunkte in seinem Leben zu setzen, ist ihm ein großes Anliegen, auf eine Präsenz in den sozialen Medien verzichtet der 26-Jährige komplett. Seine Zeit nutzt er unter anderem für Meditation und das Lesen spiritueller Bücher, wie er in einem vereinseigenen Interview mit dem SC Paderborn preisgab.

Stand jetzt hat sich das ausgezahlt: Aktuell rangiert Bilbija mit 15 Treffern auf Platz vier der Torschützenliste, mit der Kanone wird es dennoch eng. Drei Tore fehlen ihm auf Noel Futkeu (18 Tore) und ein gewisser Isac Lidberg (17 Tore) hat dabei auch noch ein Wörtchen mitzureden. Was Bilbija aber bereits gezeigt hat: Vier Tore in einer Partie sind für ihn nicht unmöglich.

Filip Bilbija versenkt einem Elfmeter im DFB-Pokal
Foto: Eibner-Pressefoto/Scott Coleman

Blick in die SCP-Vitrine

  • Landespokal-Westfalen-Sieger: 17/18, 16/17, 03/04, 01/02, 00/01, 99/00, 95/96, 93/94, 84/85

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