Von der Regionalliga bis in die 2. Bundesliga. Und dazu ein Team geformt, das aktuell im deutschen Unterhaus um die oberen Plätze mitspielt. Seit sechs Jahren steht Horst Steffen an der Seitenlinie der SV Elversberg und hat in dieser Zeit gemeinsam mit dem Verein zahlreiche Erfolge gefeiert. Rückblick. Schon beim ersten Treffen zwischen Steffen und der SVE war klar, dass diese Zusammenarbeit funktionieren würde. Das erste Gespräch, es dauerte lange. Sehr lange. „Meine Frau ist in der Zeit um den See gewandert und dachte irgendwann, ich hätte sie vergessen“, erzählte der 55-Jährige schmunzelnd dem kicker.
Seine Spielphilosophie ist klar und offensiv ausgerichtet: Immer den direkten Weg zum Tor suchen, anstatt „abzukappen, wenn wir außen durch oder hinter der Kette sind“. In dieser Saison setzt Steffen vor allem auf die Systeme 4-2-3-1 und 4-2-2-2 und ist ein großer Befürworter der Viererkette. Zwar habe ihn Julian Nagelsmann in der Vergangenheit für ein Fünferkettensystem begeistern können, doch nach wenig erfolgreichen Erfahrungen mit dieser Grundordnung in seiner Zeit in Chemnitz kehrte er schnell zur Viererkette zurück.
Grundsätzlich verfolgt der erfahrene Coach eine klare Linie: Er stellt seine „besten“ Spieler auf deren stärksten Positionen auf und baut mit den übrigen Akteuren ein schlagkräftiges Team drumherum. Dabei legt Steffen besonderen Wert auf ein gutes Miteinander innerhalb der Mannschaft: „Das Wort Konkurrenzkampf stört mich. Die Spieler sollen nicht gegeneinander kämpfen und sauer auf den anderen sein, wenn der spielt statt man selbst, sondern für den Erfolg arbeiten.“