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26.08.2023 / Profis

„Haben ein wenig Lehrgeld gezahlt“

Keine Punkte gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Köpenick! Die Lilien unterliegen im Merck-Stadion am Böllenfalltor dem 1. FC Union Berlin mit 1:4. Dabei startete der SV Darmstadt 98 zwar denkbar unglücklich ins Spiel, konnte in Überzahl aber die frühe Führung der Gäste zunächst egalisieren. Doch abgezockte sowie eiskalte Unioner nutzten am Bölle nahezu jede sich bietende Gelegenheit und nahmen somit die Auswärtspunkte mit in die Hauptstadt. Wie ordnen die beiden Cheftrainer die 90 Minuten ein? Was sagen die Lilien-Profis? Wir haben für Euch alle Stimmen zum Spiel zusammengefasst.

Foto: SV 98
Torsten Lieberknecht:

„Glückwunsch an Union Berlin zum Sieg. Das Spiel hat mit dem frühen 0:1 nicht perfekt begonnen, wo wir uns sowohl in der Luft als auch auf dem Boden nicht gut verhalten haben. Dennoch war meine Mannschaft unermüdlich und ist auch mit der Überzahl gut umgegangen. So kommen wir über ein gutes Positionsspiel zu einem richtig gut herausgespielten Tor. Die Killer des Spiels waren heute aber die Standards, bei denen wir uns sehr schwach gezeigt haben. Die Unioner haben dagegen ihre Qualitäten und Standardstärke gezeigt. Was ich aber auch gesehen habe, war eine Mannschaft, die drangeblieben ist und selbst nach dem 1:3 und 1:4 noch gute Chancen hatte. Wir waren gerade in der zweiten Halbzeit nah dran, das zweite und dritte Tor zu schießen. Das sind kleine, positive Schritte. Wir müssen nun bei uns bleiben und weiterhin der Mannschaft den Rücken stärken.“

Urs Fischer:

„Es war ein verrücktes Spiel, so würde ich es beschreiben. Für die Mentalität und Moral sowie ihren Umgang mit der Gelb-Roten-Karte und dem Ausgleich muss ich meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen. Nach dem 1:1 brauchten wir ein paar Minuten, um uns zu schütteln. Doch die Mannschaft ist immer drangeblieben. Wir haben kompakt, unermüdlich und mit viel Leidenschaft verteidigt. Sicherlich hatten wir in der einen oder anderen Situation auch ein bisschen Glück, als Darmstadt den Anschlusstreffer hätte erzielen können. Insgesamt war es aber ein fantastischer Auftritt meiner Mannschaft.“

Fabian Holland:

„Drei Gegentore nach Standards bleiben natürlich hängen. Gegen so eine Mannschaft, die mit ihrer Wucht solche Situationen eiskalt nutzt, müssen wir anders dagegenhalten. Diese Treffer haben uns gekillt. Union ist eine Mannschaft, gegen die es in Rückstand extrem schwer wird. Wir haben heute ein wenig Lehrgeld gezahlt, in den entscheidenden Situationen in den Strafräumen war Union eine Klasse besser.“

Marcel Schuhen:

„Eine 1:4-Niederlage im ersten Heimspiel, damit ist natürlich niemand zufrieden. Wir haben zu einfache Gegentore kassiert, speziell in Überzahl sollten wir keine Gegentreffer nach Standards bekommen, obwohl Union dort enorme Stärken hat. Wir selbst müssen diese Situationen analysieren und gucken, dass wir es zukünftig wieder besser verteidigen. Klar ist, dass diese Treffer heute den Unterschied gemacht haben. Union ist eine Mannschaft, die Champions League spielt. Wenn sie uns heute auseinandergespielt hätten, hätte wahrscheinlich niemand etwas gesagt. Aber drei Gegentreffer nach Standards, das darf nicht passieren. Das werden wir klar ansprechen. Trotzdem hatten wir heute auch wirklich gute Phasen, haben unser erstes Tor geschossen, hatten einige Abschlüsse und wir werden auch diese positiven Dinge mitnehmen.“

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