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07.02.2025 / Profis

„Mannschaft hat sehr große Lust, wieder zu gewinnen“

Was bedarf es, um im Merck-Stadion am Böllenfalltor gegen die SV Elversberg am Samstagmittag (8.2./13 Uhr) erfolgreich zu sein? Wie erwartet Florian Kohfeldt für ein Duell? Und was sagt der Cheftrainer des SV Darmstadt 98 speziell zum Offensivspiel seiner Mannschaft? Die Antworten lieferte er auf der Pressekonferenz am Freitag (7.2.). Wir haben für Euch die wichtigsten Kohfeldt-Aussagen zusammengefasst.

Foto: SV 98

Personalupdate: Paul Will, Matthias Bader, Christoph Zimmermann, Fabian Holland und Kai Klefisch sowie Othmane El Idrissi fallen aus. Tobias Kempe und Matej Maglica fehlen krankheitsbedingt ebenfalls. Noch offen sind die Einsätze von Fabian Nürnberger und Fraser Hornby, der diese Woche nicht voll durchtrainieren konnte.

… zum kommenden Spiel:

Ich glaube nicht, dass beide Mannschaften ein Problem mit Selbstvertrauen haben. Beide Teams haben einen dominanten und spielerischen Ansatz. Daher glaube ich nicht, dass es ein Kampfspiel werden wird. Beide Mannschaft wollen in jeder Situation nach vorne spielen, was die letzten Wochen bei beiden aber nicht immer geklappt hat. Elversberg gehört zu den Mannschaften, die vielleicht am konsequentesten die Zwischenräume bespielt und mit am konsequentesten von hinten nach vorne durchspielen will. Die SVE ist eine Mannschaft, die schnell den Ball wiederhaben will. Ich erwarte daher ein offenes Spiel. Als Fan hätte ich große Hoffnungen, dass ich am Samstag ein attraktives Spiel sehe.

… über die sportliche Situation

Wir sind nicht zufrieden mit den letzten drei Wochen. Die Ergebnisse waren einfach nicht die, die wir erzielen wollten. Wir haben uns auch nicht die Anzahl an Torchancen herausgespielt, die wir von uns selbst erwarten. Trotzdem haben wir ein gutes Mannschaftsgefüge und eine sehr gute Basis als Team. Es geht jetzt darum, diesen letzten Flow wieder zu bekommen. Das heißt, in der letzten Entscheidungsfindung nicht nachzudenken, sondern einfach zu machen. Daran arbeiten wir. Dagegen sind die Grundstruktur mit dem Ball und die Arbeit gegen den Ball auch positive Dinge aus den letzten Wochen. Ich sehe ganz viele Faktoren, die hohe Wahrscheinlichkeiten mitbringen, dass wir am Wochenende und in den nächsten Wochen wieder erfolgreich sein werden. Die Mannschaft hat sehr große Lust, wieder zu gewinnen.

… über Isac Lidberg und die Offensive:

Die Erwartungshaltung an Isac verstehe ich eher als Lob. Er ist acht bis neun Wochen ausgefallen. Dementsprechend müssen wir geduldig sein. Schließlich wollen wir bis zum Saisonende etwas von ihm haben. Wir haben uns in den letzten Wochen nicht die Vielzahl an Chancen herausgespielt, die man von uns gewohnt ist. Ich habe dennoch großes Vertrauen in alle Spieler unseres Kaders. Oscar Vilhelmsson zum Beispiel hat das Spiel in Nürnberg körperlich sehr gut verkraftet. Die Wahrscheinlichkeit, dass er noch einmal starten wird, ist sehr hoch. Ich möchte den Druck nicht nur auf Isac legen. Er ist mit Sicherheit ein wichtiges Puzzlestück für uns. Aber unser Problem momentan, Torchancen herauszuspielen, liegt eher in der Zielstrebigkeit aus den Zwischenräumen heraus – aus diesen Räumen heraus selbst Situationen zu initiieren. Da hilft Isac natürlich, weil er vorne Gegenspieler bindet. Aber alles allein auf ihn und sein Fehlen in den letzten Wochen abzuwälzen, wäre zu viel.

… über die eigene Herangehensweise allgemein:

Es ist keine Einstellungsthematik. Wir wollen es eher manchmal zu perfekt machen. Dabei ist es offensiv wie defensiv manchmal nicht wichtig, wie es aussieht. Kaiserslautern war unser letztes herausragendes Spiel. Dort hatten wir zum Beispiel zwölf bis 15 Großchancen. Die Mannschaft muss aber lernen, dass das nicht jedes Mal so sein wird. Wir müssen dann eben auch mal das ganz einfache Ding nehmen – egal, wie der Ball reingeht. In den letzten Wochen haben wir zudem viel zu wenig Standards bekommen, obwohl diese immer gefährlich sind. Gegen Nürnberg hatten wir eine Ecke, das ist zu wenig.

… über Meldin Dreskovic:

Der Transfer spricht für unser Scouting. Meldin Dreskovic ist ein klassischer Scouting-Transfer im positiven Sinne. Wir haben ein klares Profil erstellt, was wir wollen. Die Daten und die persönliche Entwicklungsebene haben gestimmt. Und wir trauen ihm zu, in der 2. Bundesliga spielen zu können. Wir sehen ein großes Entwicklungspotential – gerade im Spiel mit dem Ball. Er ist ein sehr athletischer Typ, der sehr aggressiv im Zweikampf ist. Er ist gesund, voll fit und hatte sehr gute Leistungstests. Er wird am Samstag im Kader stehen.  

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