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04.11.2023 / Profis

Selbst geschlagen

Viele Chancen, phasenweise klar überlegen und am Ende dennoch der Verlierer: Das Heimspiel der Lilien gegen den VfL Bochum offenbart, dass Bundesliga-Begegnungen zwischen Teams aus der unteren Hälfte Nuancenspiele sind. An diesem Freitagabend mit dem schlechteren Ende für die Darmstädter. Weil sich die Lilien nicht so eiskalt vor dem gegnerischen Kasten zeigten wie maximal effektive Bochumer, sich bei den Gegentoren nicht clever anstellten und zudem auch bei strittigen Szenen das Nachsehen hatten.

Nein, dass der SV Darmstadt 98 in dieser Bundesliga chancenlos ist, das lässt sich nach zehn Spieltagen nicht bilanzieren. Das bewiesen selbst die vergangenen drei Partien, in denen der SV 98 gegen Champions-League-Teilnehmer phasenweise gut mithielt und nun gegen Bochum deutlich mehr vom Spiel hatte. Darmstadt hat seine Daseinsberechtigung im Oberhaus. Aber die Lilien stehen sich hier und da noch zu oft selbst im Weg, um für ihre Leistungen konstant auch Beute einzufahren. Beim ersten Gegentor gegen Bochum sogar buchstäblich und beim zweiten Gegentor im übertragenen Sinne, weil man eine Aufbausituation nicht bereinigt bekam.

"Diese Niederlage ist extrem bitter"

„Die Niederlage ist extrem bitter“, urteilte Fabian Nürnberger: „Das 0:1 verschulden wir selbst, kommen aber noch vor der Pause mit dem 1:1 zurück. In die zweite Halbzeit sind wir gut gestartet, hatten das Spiel eigentlich unter Kontrolle, bekommen dann aber das 1:2.“ Nürnbergers Fazit: „Leider sind es zwei Tore, die wir selbst verschuldet haben.“ Und sein Teamkollege Christoph Klarer betonte, dass man sich kämpferisch zwar keinen Vorwurf machen konnte, man sich allerdings bei beiden Gegentoren nicht clever genug verhalten habe.

Zu allem Überfluss wurde den Lilien im ersten Durchgang ein Elfmeter verwehrt, als Luca Pfeiffer im gegnerischen Strafraum umklammert wurde. Und im zweiten Durchgang eine nummerische Gleichzahl, als Losilla zum Entsetzen vieler im Stadion nicht mit Gelb-Rot vom Platz musste. Marcel Schuhen: „Losilla hat erst das Bein zu hoch und schießt dann den Ball weg, danach hätten wir noch 20 Minuten in Gleichzahl gehabt.“

Der Blick geht zum nächsten Heimspiel

Der Frust und die Enttäuschung bei den Protagonisten waren nach Spielende spürbar. Schließlich war es eines dieser Spiele, bei denen man gemeinhin sagt, dass hier mehr drin gewesen sei. Was bleibt also? Nach dem Heimspiel ist vor dem Heimspiel. Torsten Lieberknecht: „Der Frust und die Enttäuschung werden nächste Woche verraucht sein, wenn wir gegen Mainz 05 einen großen Fight abliefern werden.“ 

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