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15.02.2025 / Profis

„Bis zur letzten Sekunde gekämpft“

Ohne Punkte zurück nach Südhessen: Die Lilien unterliegen mit 0:1 bei Eintracht Braunschweig. Was sagen die Darmstädter Protagonisten zur Niederlage? Wie ordnen Florian Kohfeldt und Daniel Scherning die 90 Minuten im Eintracht-Stadion ein? Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengefasst.

Florian Kohfeldt:

„Glückwunsch an Daniel und Braunschweig zum Sieg. Für mich war es kein verdienter Sieg. Es war ein Spiel, zu welchem meine Mannschaft personell auf der letzten Rille angereist ist. Wir haben uns gegen Ende mit fünf Innenverteidigern – drei davon vorne drin – auf dem Platz mit allem, was wir hatten, dagegengestemmt und versucht, den einen Punkt zu holen. In der ersten Halbzeit hatte Braunschweig eine Möglichkeit, wir dagegen hatten eine Riesenchance durch Papela, dessen Schuss an die Latte ging. Nach dem Gegentor und der Gelb-Roten-Karte war die Ausgangslage extrem schwer. Im Kontext des Spiels habe ich die Gelb-Rote Karte von Boetius ehrlich gesagt so nicht gesehen. Das hat das Spiel enorm beeinflusst. Trotzdem haben wir uns in Unterzahl lange clever verhalten. Wir konnte mit den langen Bällen am Ende nochmal etwas erzwingen, hatten noch einen Ball an die Latte. Wir werden uns davon nicht entmutigen lassen. Braunschweig hat alles ausgereizt, um dieses Spiel zu gewinnen. Trotzdem großes Lob an meine Mannschaft für die Bereitschaft und die emotionale Leistung. Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft und waren bereit, uns zu wehren. Deshalb sind wir sehr enttäuscht, dass es nicht zum Punkt gereicht hat.“

Daniel Scherning:

„Danke für die Glückwünsche. Der Gegner hatte anders begonnen, als wir ihn erwartet hatten. Wir hatten gute Kontrolle in der ersten Halbzeit, die größere Chance hatte aber Darmstadt mit dem Ball an die Latte. Wir wiederum hätten direkt danach kontern können. Nach der Pause kippte das Spiel mit dem 1:0 in unsere Richtung. Mir hat nach der Gelb-Roten Karte aber die Zielstrebigkeit und Konsequenz gefehlt, aufs zweite Tor zu gehen. Dann wurde es unangenehm gegen die langen Bälle der Darmstädter. Beim Lattenschuss hatten wir Glück. Aber wir haben uns in alles reingeschmissen und haben alles investiert. Wir wollen mit aller Macht in der Liga bleiben und dafür alles tun. Das haben wir heute gezeigt.“

Marcel Schuhen:

„Es war ein enges Spiel, in dem Braunschweig vielleicht die etwas gefährlicheren Momente hatte. Trotzdem haben die Braunschweiger in ihrer aktuellen Phase auch das nötige Glück, als sich ihre Verteidiger wegdrehen und die Bälle so an die Latte abgefälscht werden. Bei uns dreht sich der Verteidiger weg, der Ball geht durch seine Beine und dann ins Tor. Das sind im Nachhinein dann spielentscheidende Momente. Unsere Reaktion nach der Gelb-Roten Karte war gut. Wir haben alles probiert, aber wurden nicht belohnt. Aber wir haben die schwierige Situation angenommen und waren uns nicht zu schade, lange Bälle zu spielen und alles reinzuwuchten. Leider wurde uns auch gefühlt jede Situation abgepfiffen. Die Ausfälle werden wir niemals als Ausrede nehmen. Und wir haben auch heute ein vernünftiges Spiel gemacht. Leider hat ein kleiner Moment das Ding entschieden. Wichtig ist, dass wir weiterhin bei uns bleiben und in der täglichen Arbeit alles rausholen. Damit verdienen wir uns, dass der nächste Ball nicht an die Latte, sondern eben ins Tor geht.“

Marco Thiede:

„Wir sind ganz gut in die Partie gekommen und haben unseren Plan verfolgt. Es ist klar, dass man in so einer Phase kein Tiki-Taka spielt, trotzdem haben wir unsere Möglichkeiten gehabt. Davon müssen wir eben eine nutzen, um auch ein positives Gefühl zu bekommen. Leider fehlt uns aktuell das letzte Quäntchen Glück, dass der Ball bei den Chancen von Papela oder Corredor reinrutscht und nicht an die Latte geht. Solche Bälle sind in der Hinrunde eben reingegangen. Trotzdem fangen wir uns natürlich ein blödes Gegentor und müssen dann einem Rückstand hinterherrennen. Wir müssen nicht drum herumreden, dass die aktuelle Phase keine gute ist. Aber ich bin komplett von der Mannschaft überzeugt. Deswegen beschwert sich auch niemand über die Ausfälle. Weil uns das nicht weiterbringt. Natürlich ist es nicht einfach, diese Spieler alle zu ersetzen, aber wir versuchen es Woche für Woche. Wir schauen nicht blauäugig auf die Situation und die Tabelle, aber wir haben genug Qualität, um in den kommenden Wochen wieder zu punkten.“

 

Die Pressekonferenz nach dem Spiel:

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