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06.02.2026 / Profis

„Das zeichnet uns als Mannschaft aus“

Vor dem Flutlichtspiel gegen den FCK (7.2./20.30 Uhr) spricht Florian Kohfeldt über die Qualität des Gegners, die Besonderheit des Spiels und über die personelle Lage. Die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz am heutigen Freitag (6.2.) haben wir hier für Euch zusammengefasst.

Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen Kaiserslautern.
Foto: SV 98

Personalupdate: Matthias Bader und Bartosz Bialek fallen weiterhin aus. Alle anderen Spieler sind einsatzfähig.

... zum Heimspiel gegen den FCK:

Grundsätzlich: Um 20.30 Uhr ein Flutlichtspiel am Bölle zu haben, gefällt mir. Das ist etwas Besonderes. Es ist eine der speziellsten Anstoßzeiten im deutschen Fußball, weil parallel kein anderes Spiel läuft. Darauf freuen wir uns. Das Stadion ist im Heim- wie im Auswärtsbereich ausverkauft und es steckt viel Emotionalität drin. Die späte Niederlage gegen Lautern im Hinspiel hat wehgetan. Rückblickend war es aber vielleicht eines der wichtigsten Spiele für uns, weil wir daraus unsere Lehren gezogen haben.

... zum kommenden Gegner:

Sie zeigen gegen den Ball unterschiedliche Gesichter: Mal spielen sie sehr hoch und mannorientiert, mal verteidigen sie tief. Offensiv versuchen sie, schnell ins letzte Drittel zu kommen und dann gezielt auf die individuelle Qualität ihrer Spieler zu setzen. Entsprechend ergibt sich in der Analyse kein eindeutiges Bild. Ihr Spiel ist stark auf Eins-gegen-Eins-Situationen ausgelegt – das macht sie extrem gefährlich. Das ist einer ihrer Schlüssel, um Spiele zu gewinnen, weil sie diese individuelle Qualität auch mitbringen. Ich sehe zudem eine Lauterer Mannschaft, die einen starken Start in die Rückrunde hingelegt hat. Sie haben Hannover geschlagen und hätten auf Schalke gewinnen müssen. Das unterstreicht ihre Qualität. Ich freue mich auch, Torsten hier am Bölle begrüßen zu dürfen. Es gibt viele emotionale Themen rund rund um dieses Spiel. Ich erwarte insgesamt eine sehr starke Mannschaft. Die Verpflichtungen von Rasmussen und Berisha, gepaart mit den Sommertransfers, haben die Ambitionen des 1. FC Kaiserslautern noch einmal klar unterstrichen. Die letzten beiden Spiele gegen sie waren auswärts, aber wir haben sie verloren. Wir haben einen riesen Respekt vor dem, was da auf uns zukommt. Aber morgen spielen wir zum Glück hier zuhause.

... zu den letzten Spielen:

Wir haben zuletzt gegen die formstärkste Mannschaft der Liga mit Bochum gespielt, dann gegen eine sehr starke Nürnberger Mannschaft und zudem ein Auswärtsspiel in Berlin bestritten. Gerade in Berlin war unsere individuelle Leistung in der ersten halben Stunde nicht gut. Trotzdem habe ich großen Respekt vor der Mannschaft, dass wir aus diesen Spielen fünf Punkte geholt haben. Bei uns war in den letzten Wochen insgesamt viel los, wir hatten Krankheitsfälle und Verletzte. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt seit Mitte Dezember erstmals wieder eine Trainingswoche hatten, von der ich sagen kann: Das war eine Top-Trainingswoche. Genau das brauchen wir. Es klingt vielleicht ungewöhnlich, wenn man seit zehn Spielen ungeschlagen ist, aber den richtigen Flow haben wir noch nicht wirklich gespürt. Den wollen wir uns jetzt erarbeiten.

... zur Mentalität der Mannschaft:

Das zeichnet uns als gesamte Mannschaft aus und dafür ein großes Kompliment an das Team. Wir sind in der Lage, immer wieder zurückzukommen, und das ist eine große Qualität. Schon in der vergangenen Saison haben wir betont, dass es eine Entwicklung braucht. Eine Fußballmannschaft besteht nicht nur aus Taktik, sondern auch aus Energie, Robustheit und Widerstandsfähigkeit. Das kann man nicht befehlen, das muss sich entwickeln. Wir haben versucht, die Rahmenbedingungen so zu schaffen, dass sich genau das entwickeln kann. Eine funktionierende Kabine, Energie und eine gemeinsame Seele sind für mich wichtiger als das rein Taktische. Ich habe das Gefühl, dass wir das aktuell haben und das ist ein sehr schönes Gefühl.

... über die drei Neuzugänge:

Bei Niklas Schmidt war es überraschend, dass er direkt 72 Minuten durchspielen konnte. Bei ihm ist am Wochenende alles möglich. Grayson macht einen sehr guten Eindruck. Er weiß genau, welche Rolle er hier hat und dass es für ihn auch um Entwicklung geht. Er hatte zwei gute Trainingseinheiten, kommt in der Kabine gut an und ist sehr fleißig. Raoul musste aus privaten Gründen nach Basel reisen und verpasste somit vergangenes Wochenende zwei Einheiten. Es kann sein, dass wir noch einmal einen gezielten Trainingsreiz setzen, damit er rund um Düsseldorf zu einer Option wird. Das ist völlig normal nach einer längeren Pause. Die Ansätze, die er zeigt, geben mir jedoch das Gefühl, dass er zu einer Sofortverstärkung werden kann.

... über Killian Corredor:

Bei Killian Corredor haben wir vor zwei Wochen in der Diagnose noch etwas gefunden – großes Kompliment an unsere Ärzte, die Killian auch in ihr erweitertes Ärztenetz eingebunden haben. Er war seit letzter Woche im Aufbautraining und hat gestern sowie vorgestern wieder mit der Mannschaft trainiert. Damit ist er ein Kandidat für den Kader am Samstag. Ich freue mich sehr darüber und hoffe, dass er uns nun wieder konstant zur Verfügung steht.

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