„Momentan sehe ich meinen Lebensmittelpunkt hier“, sagte Marvin Wanitzek in einem Interview mit dem SWR. In Karlsruhe fühlt sich der 31-Jährige pudelwohl – ein Abschied stehe für ihn aktuell nicht zur Debatte. Vor allem die Nähe zu seiner Familie und seinem besten Freund, der direkt nebenan wohnt, machen das Leben in der Stadt für den Bruchsaler besonders lebenswert. Dies steht weit über seinen großen Traum von Bundesliga. Ob Wanitzek das Zeug hätte, um in der 1. Liga dauerhaft zu spielen? Mit Sicherheit. Doch der Offensivspieler bleibt bis dato lieber dem KSC treu.
Denn nicht nur in der Stadt, auch auf dem Platz fühlt sich Wanitzek in Karlsruhe zuhause. Mit beeindruckenden 22 Scorerpunkten in 27 Pflichtspielen führt er seine Mannschaft mit beeindruckenden Leistungen an. Dabei überzeugt er nicht nur sportlich, sondern auch mit seiner Rolle als Kapitän. Nachdem er zuvor Co-Kapitän an der Seite von Jérôme Gondorf war, wurde er kurz vor Saisonstart offiziell zum neuen Spielführer ernannt. „Dass das mit der Kapitänsbinde eine Woche vor Liga-Start noch einmal offiziell gemacht wurde, hat mich extrem gefreut – die Mannschaft meines Heimat- und Herzensklubs aufs Feld führen zu dürfen, bedeutet mir sehr viel“, so Wanitzek. Allein diese Worte zeigen, wie sehr er sich mit dem KSC identifiziert.
Seit 2017 trägt er bereits das KSC-Trikot – und in dieser Zeit hat sich Wanitzek auch historisch verewigt: Mit 66 Toren steht die Nummer zehn mittlerweile auf Platz fünf der ewigen Torschützenliste des Vereins. Innerhalb der Mannschaft genießt er höchstes Ansehen. „Er ist für das Team eine absolute Leitfigur – auf und neben dem Platz. Ein extrem wichtiger Spieler und echter Anker“, lobte Mitspieler Leon Jensen seinen Kapitän.