Ehrlich. Direkt. Authentisch. Wer im Fußballbusiness mit diesen drei Attributen versehen wird, wird schnell mit dem Stempel eines „echten Typen“ versehen. Ein Typ, der sich nicht zu schade ist, auch mal seine Meinung klar und deutlich auf den Punkt zu bringen. Geraderaus, ohne Floskeln. Einer, der diesem Bild gerecht wird, ist Lukas Kwasniok, der Cheftrainer des SC Paderborn. „Ich gehöre wahrscheinlich schon zu den Trainern, bei denen man sich Sorgen machen muss, dass ich mal einen raushaue“, erklärte der 43-Jährige einst gegenüber dem Verband Deutscher Sportjournalisten.
Auch seinen Humor lässt der gebürtige Pole gerne aufblitzen. Als weit vor der Saison die Gerüchte über die Trainersuche des FC Bayern München aufkamen, erteilte Kwasniok dem Rekordmeister prompt mit einem Augenzwinkern eine deutliche Absage. „Auf gar keinen Fall. Ich reihe mich proaktiv ein und sage einfach mal ab“, scherzte der SCP-Coach, der seit Sommer 2021 bei den Ostwestfalen an der Seitenlinie steht.
Die Paderborner lotsten den Fußballlehrer vom 1. FC Saarbrücken nach Nordrhein-Westfalen. Mit den Saarländern hatte es Kwasniok zuvor geschafft, die Meisterschaft in der Regionalliga Südwest zu erringen und damit in die 3. Liga aufzusteigen. Auch beim SC Paderborn knüpft der 43-Jährige an seine erfolgreiche, vergangene Station an. So schaffte er es in den vergangenen Spielzeiten, den SCP stets im oberen Tabellenmittelfeld zu platzieren – stets in Reichweite der Aufstiegsplätze. Seit nun mehr 128 Spielen sitzt Kwasniok dabei im Paderborner Cheftrainersessel – nur Steffen Baumgart (166) und Günther Rybarczyk (209) kamen für Paderborn auf mehr Spiele.