Mit zehn Punkten verabschieden sich die Darmstädter in die kurze Winterpause. Ja, die Lilien stehen auf dem letzten Rang der Bundesliga-Tabelle, haben mit Abstand die meisten Gegentore des Wettbewerbs kassiert und bis dato ligaweit mit die meisten Niederlagen einstecken müssen. Und sie befinden sich tabellarisch genau dort, wo sie der Großteil des deutschen Fußballkosmos vor der Saison ohnehin gesehen hatte. Doch abgeschlagen und chancenlos? Das ist der SV Darmstadt 98 keinesfalls. Gleich vier Mannschaften haben die Anzahl von zehn gesammelten Zählern gemein – Mainz und Köln, Union Berlin sowie der SVD. Stand Mittwochmittag (20.12.) fehlen den Lilien gerade einmal sechs Tore auf einen Platz über dem Strich. „Wir haben die reelle Chance, weiter in dieser Liga zu bleiben“, sagte Lieberknecht daher schon auf der Pressekonferenz vor dem Duell in Hoffenheim.
Denn in den bisherigen 16 Partien war seine Mannschaft einzig gegen die beiden Top-Teams aus Leverkusen und München deutlich unterlegen. Ansonsten hatten die Lilien stets ihre Möglichkeiten, um Punkte einzufahren. Dass dies aber gerade gegen die direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt aus Köln, Heidenheim oder auch Bochum nicht gelang, frustrierte Mannschaft und Trainerteam genauso wie die Fans der 98er. Daher gilt es eben auch, Punkte zu holen, wo keiner damit rechnet, wie Lieberknecht vor einigen Wochen betonte. Das war beim Europa-League-Teilnehmer aus Freiburg der Fall oder eben am Dienstagabend auswärts in Hoffenheim. „Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Remis uns richtig viel Kraft geben wird für die Aufgaben, die vor uns liegen“, unterstrich der Cheftrainer des SV 98 in den Katakomben der Sinsheimer Arena. Kraft für die 18 verbleibenden Herausforderungen in dieser Saison. Um die reelle Chance am Schopfe zu packen. Denn entscheidend ist, nach 34 Partien über dem Strich zu stehen.