Tattoos zieren seine Arme und Brust, seine Leidenschaft für Mode zeigt sich in auffälligen Looks. Und auch Poker und Glaube spielen eine Rolle in seinem Leben. Die Rede ist von Kevin Vogt, seit dem Sommer 2025 wieder Verteidiger des VfL Bochum, der nach vielen Jahren an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.
Geboren in Witten und in Bochum aufgewachsen, verbrachte Vogt die ersten 17 Jahre seines Lebens fast ausschließlich in seiner Heimat. Vom WSV Bochum ging es über sämtliche Jugendmannschaften des VfL Bochum bis hin zum Bundesliga-Debüt mit 17 Jahren im Revierderby gegen Borussia Dortmund, als er für zehn Minuten eingewechselt wurde.
2012 wechselte Vogt zum FC Augsburg. Es folgten Stationen beim 1. FC Köln, der TSG Hoffenheim, Werder Bremen und Union Berlin. Insgesamt brachte er es auf 352 Bundesliga-Spiele sowie elf Europa-League- und sechs Champions-League-Einsätze. Bei Hoffenheim wurde er zum wichtigen Defensivspieler, der laut seinem damaligen Chef- und momentanen Bundestrainer Julian Nagelsmann „viele Ballkontakte hat, den Angriff einleitet, Gefahr erkennt und ständig Entscheidungen trifft“. Nagelsmann verglich ihn sogar mit Football-Star Tom Brady.
Im Sommer 2025 kehrte Vogt zum VfL Bochum zurück. Für den Klub ist die Rückkehr des gebürtigen Westfalen eine Rückkehr der besonderen Art, wie VfL-Geschäftsführer Sport Dirk Dufner auf der Vereinswebsite erklärte: „Kevin wird uns mit seiner Erfahrung und seinen technischen Fähigkeiten helfen. Wir erwarten, dass er als Führungsspieler vorangeht.“
Abseits des Platzes hat Vogt viele Leidenschaften. Seine Tattoos – darunter die Jungfrau Maria mit Jesuskind, ein Traumfänger und die Schriftzüge „Only God Can Judge Me“ und „God blessed me“ – haben für ihn eine große Bedeutung. Auch wenn er früher regelmäßig die Kirche besuchte, verriet er einst im Werder-Podcast, dass sein Glaube etwas weniger wurde. Zudem spielt er gern Poker, wobei ihn die Mischung aus Glück und Taktik reizt, wie er im Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung sagte.
Privat ist Vogt ein sehr ordentlicher Mensch, der viel Wert auf Zeit mit Familie, Freunden und seinen zwei Hunden legt. Freunde nennen ihn scherzhaft „Alfo“ – eine Anspielung auf die Bezeichnung „Alpha Kevin“. Das nimmt er mit Humor, denn Vogt bleibt einfach er selbst. Mit all seinen Interessen und Eigenschaften kehrt er nun zurück nach Bochum. Genau an den Ort, an dem alles begann – und wo er sich wohlfühlt.