Der Duft von Gewürzen liegt in der Luft. Cremige Tomatensoße, eine angenehme Schärfe, zartes Hähnchenfleisch – Butter Chicken. Philipp Hofmanns Lieblingsessen. Es ist ein Gericht ohne Schnörkel, kräftig im Geschmack, bodenständig und sättigend. Eigenschaften, die erstaunlich gut zum Stürmer des VfL Bochum passen. Hofmann ist kein Spieler für große Inszenierungen. Er steht für Verlässlichkeit, für Arbeit und für Haltung – auf dem Platz ebenso wie abseits davon.
Geboren am 30. März 1993 in Arnsberg, wuchs Hofmann im Sauerland auf. Seine ersten Schritte machte er bei seinem Heimatverein TSV Rot-Weiß Wenholthausen. Den SC Neheim nutzte Hofmann als Sprungbrett für die Knappenschmiede. Denn sein Talent für den Fußball zeigte sich früh. In Gelsenkirchen durchlief er große Teile seiner fußballerischen Ausbildung, lernte Disziplin, taktisches Verständnis und den hohen Anspruch des Profifußballs. Den Vertrag für die Profimannschaft konnte er sich zur Saison 2012/2013 sichern, allerdings blieb ihm das Debüt verwehrt. So ließ er sich von den Knappen ausleihen, um wertvolle Spielpraxis als junger Spieler zu erlangen.
Als Leihspieler durfte er jeweils ein Jahr bei den Vereinen SC Paderborn, FC Ingolstadt und dem 1. FC Kaiserslautern verbringen, bis es ihn nach England trieb zum FC Brentford. Gegenüber dem WDR berichtete er einst, weshalb er diese Zeit brauchte, um in der Bundesliga anzukommen: „Als ich so jung war, war ich noch nicht bereit, in der Bundesliga zu spielen. Durch die ganzen Wechsel und den zwei Jahren im Ausland habe ich viel gelernt und bin daran gewachsen. Jetzt fühle ich mich einfach bereit für die Bundesliga und nun ist es schon mein drittes Jahr.“
Diese Stationen formten ihn zu dem Spielertyp, der er heute ist: ein robuster Mittelstürmer. Kopfballstark, laufintensiv und mannschaftsdienlich. Im Sommer 2022 wechselte Hofmann zum VfL Bochum und fand dort sportlich wie menschlich schnell seinen Platz. Hofmann arbeitet unermüdlich gegen den Ball, geht in jeden Zweikampf, bindet Gegenspieler und ist sich für keinen Laufweg zu schade. Tore sind dabei wichtig, aber nicht alles. Vielmehr ist es seine Präsenz, die Struktur ins Bochumer Spiel bringt. Hofmann ist kein Techniker für die Highlight-Clips, sondern ein Arbeiter im besten Sinne. Gerade deshalb wird er von den Fans geschätzt. Denn durch seine Robuste-Art seinen Körper einzusetzen, zeigt er Malocher-Identität.