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04.08.2024 / Profis

„Ein bitterer Auftakt“

Ohne Zählbares starten die Lilien in die Zweitliga-Saison 2024/25. Mit 0:2 verlor der SV Darmstadt 98 im ausverkauften Merck-Stadion am Böllenfalltor gegen Fortuna Düsseldorf. Dabei zeigten die Darmstädter vor allem im ersten Durchgang einen ordentlichen Auftritt, verpassten es aber gerade in der Offensive, die nötige Effizienz an den Tag zu legen. Dementsprechend enttäuscht über das Endergebnis zeigten sich die blau-weißen Protagonisten vor den Mikrofonen. Wir haben alle Stimmen zum Spiel für Euch zusammengefasst.

Foto: SV 98
Torsten Lieberknecht:

„Es war ein Phasenspiel, denn beide Teams hatten phasenweise mehr Spielanteile. Die Fortuna hat sehr reif gewirkt, wir mussten eine Struktur finden, haben aber selbst nicht viel zugelassen. Wir sind dann nicht gut aus der Halbzeit gekommen, haben zu viele Standards zugelassen und die Ruhe ein wenig vermissen lassen. Dann macht unser bis dato bester Spieler leider das Eigentor, gefolgt von einer kurzen Phase des Schüttelns. Danach hatten wir die große Möglichkeit zum Ausgleich durch Kai Klefisch. Es war insgesamt eine leidenschaftliche Leistung meiner Mannschaft, die auch vom Publikum honoriert worden ist. Die Niederlage ist unglücklich, ebenso wie die Szene zur Roten Karte. Man kann diese Karte sicherlich geben, allerdings finde ich es in solchen Fällen schade, wenn die erste Bauchentscheidung auf dem Platz durch den VAR revidiert wird.“

Daniel Thioune:

„Mir als Trainer hat das Spiel gefallen, auch wenn es von außen betrachtet vielleicht nicht der Leckerbissen war. Es war taktisch sehr ausgewogen mit zwei sehr disziplinierten Mannschaften. Beide Teams haben wenig Räume zugelassen, die man bespielen konnte. Es war daher sehr anspruchsvoll, diese Räume zu finden. Insgesamt haben beide auf Augenhöhe agiert. In der Halbzeitpause haben wir ein bisschen was verändert, weil wir zu wenig Tiefe in unserem Spiel hatten. Das haben wir dann im zweiten Durchgang deutlich besser gemacht. In so einem disziplinierten Spiel braucht man vielleicht den Dosenöffner – das war eben das Eigentor. Die Heimmannschaft ist im Anschluss angerannt, die Rote Karte hat das Spiel aber beendet. Wir freuen uns über den Sieg.“

Paul Will:

„Der Spielverlauf ist bitter. Wir sind ordentlich in die Partie gekommen, haben wenig zugelassen und Düsseldorf hatte kaum Chancen im ersten Durchgang. Bei uns dagegen ist viel aufgegangen von dem, was wir geplant hatten. Wir haben schon die eine oder andere Strafraumsituation gehabt, verpassen es aber, das 1:0 zu machen. In die zweite Halbzeit sind wir dann nicht gut reingestartet. Wir hatten viele Standardsituationen gegen uns, woraus eben auch das erste Gegentor resultierte. Wenn es so weitergelaufen wäre wie in der ersten Halbzeit, wären wir zufrieden gewesen. So aber gibt es noch Potential nach oben. Wie die Gegentore gefallen sind sowie die Rote Karte gegen uns, war einfach unglücklich.“

… zur Roten Karte:

„Für mich war es keine klare Fehlentscheidung. Daher verstehe ich auch nicht, warum er es sich noch einmal angeschaut hat. Überhaupt keinen Vorwurf an Otto. Die Szene davor schon hätten wir vermeiden müssen.“

 

Klaus Gjasula:

„Es ist ein bitterer Auftakt. Das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen, Düsseldorf hatte direkt nach der Pause eine Druckphase, ansonsten war keine Mannschaft so richtig zwingend in der Offensive. Die beste Möglichkeit hatten wir kurz nach dem Rückstand mit der Doppelchance. Wir wären gerne mit Punkten in die Saison gestartet, aber Düsseldorf ist sicherlich keine Laufkundschaft. Nun wollen wir in Paderborn punkten, um so richtig in der Saison anzukommen.“

…zur Roten Karte: 

„Für Otto ist heute ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen und dann tut es natürlich sehr weh, direkt vom Platz zu fliegen. Wir versuchen natürlich, ihn bestmöglich aufzubauen, genauso, wie es die Fans bereits direkt nach dem Spiel getan haben. Dieses Fingerspitzengefühl fand ich überragend und Otto hat gemerkt, dass diese Dinge auch zu Darmstadt 98 gehören. Es ist sicherlich eine erste harte Prüfung, die ihn aber für die Zukunft stärken wird.“

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