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12.02.2026 / Profis

„Ein richtig schweres Auswärtsspiel“

Wie steht es um die Fitness von Isac Lidberg? Was erwartet die Lilien bei Eintracht Braunschweig? Und wie gestaltet sich der aktuell herrschende Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft? Diese und weitere Fragen beantwortete Cheftrainer Florian Kohfeldt vor dem Duell am Samstagmittag im Eintracht-Stadion (14.2./13 Uhr). Wir haben die wichtigsten Aussagen unseres Cheftrainers aus der PK für euch zusammengefasst.

Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Eintracht Braunschweig.
Foto: SV 98

Personalupdate: Matthias Bader und Bartosz Bialek stehen weiterhin nicht zur Verfügung. Isac Lidbergs Einsatz ist fraglich.

... zu Isac Lidberg:

Isac hatte eine gute Woche. Es handelt sich nicht um einen strukturellen Schaden. Morgen werden wir entscheiden, ob es Sinn ergibt, ihn mitzunehmen. Dabei geht es auch um die Frage, ob wir ihm noch eine Woche geben, damit er gegen Düsseldorf vollumfänglich zur Verfügung steht. Das hängt vom morgigen Training ab. Aktuell stehen die Chancen bei 50:50. Wenn er spielen kann, sehe ich keine Limitierung in der Einsatzzeit. Isac ist ein Topstürmer dieser Liga, und wir sind über jede Minute froh, die er uns zur Verfügung steht.

... zur facettenreichen Offensive:

Es ist schön zu sehen, dass wir offensiv variantenreich aufgestellt sind. Wir sind aus unterschiedlichen Positionen und aus vielen Varianten in der Lage, Tore zu erzielen und dementsprechend verteilt sich das auch auf mehrere Torschützen. Trotzdem sehne ich natürlich den Moment herbei, in dem Isac wieder spielt und in der Startelf steht. Umso erfreulicher ist es, dass die Jungs, die nicht immer von Beginn an spielen, bereit sind, wenn sie gebraucht werden. Über Fynn haben wir zurecht viel gesprochen, er ist ein sehr gutes Beispiel dafür.

... zum kommendem Gegner:

Eintracht Braunschweig hat aus den letzten acht Spielen 14 Punkte gesammelt. Nur Magdeburg und wir haben in diesem Zeitraum mehr geholt. Sie haben im Winter ein bis zwei wichtige Spieler verloren, aber auch viel Qualität dazugeholt.

Sie haben viel Wucht und Tempo in der letzten Linie. Sie spielen viel auf Körperlichkeit und haben schnelle Flügel. Sie sind sehr gut im Aufsammeln von zweiten Bällen. Zudem sind sie eine Mannschaft, die genau die Themen bespielt, die uns manchmal schwerer fallen.

Da wartet eine riesige Herausforderung auf uns. Wir sind uns dieser bewusst und haben großen Respekt vor Braunschweig. Das ist ein Match-up, das uns nicht zu 100 Prozent liegt. Umso wichtiger ist es, dass wir darum wissen und die richtigen Antworten darauf haben.

... zu den Unterschieden zum letzten Spiel in Braunschweig:

Das Wichtigste ist, dass es die gleiche Ausgangssituation ist: Wir fahren zu einem brutal gefährlichen Gegner. Es wird ein richtig schweres Auswärtsspiel.

Was anders ist: Wir fahren nicht nur mit mehr Spielern als letztes Jahr dahin, sondern sind ein Jahr weiter in der Stabilität der Mannschaft und dem Wissen, dass wir eine Achse aufgebaut haben. Viele Spieler, die jetzt wichtig sind haben diese Phase mitgemacht. Der größte Unterschied ist aber, dass wir mit 20 und nicht mit 11 Spielern nach Braunschweig fahren.

… zur aktuellen Momentaufnahme:

Ich spüre in der Mannschaft keine Anzeichen, dass irgendjemand etwas locker nimmt. Wenn du dich Woche für Woche auf die Spiele fokussierst und dann noch die Leistung bringst und Spiele gewinnst, wird sich das zwangsläufig in der Tabelle ablesen lassen. Das ist aber kein Thema in der Kabine. Ich konnte keine Euphorie, sondern ein konzentriertes Weiterarbeiten feststellen. Deswegen gehen wir damit ruhig um. Fakt ist: Wir sind seit elf Spielen ungeschlagen. Das tut einer Mannschaft gut, aber entscheidend ist der Umgang damit. Du musst Sicherheit daraus ziehen und wissen, dass du den Dingen vertrauen kannst, die wir tun. Nur weil wir jetzt Erster sind, hat sich an unserer Herangehensweise nichts verändert.

… zum Konkurrenzkampf:

Was wir gegen Kaiserslautern gezeigt haben, hat mir sehr gut gefallen. Wir haben die komfortable Situation, dass Killian jetzt eine weitere Trainingswoche hatte und dadurch ein wunderbarer Konkurrenzkampf entstanden ist. Wenn wir Isac, Niklas und Killian nehmen, sprechen wir von drei Spielern, die zuletzt nicht in der Startelf standen, aber absolut berechtigte Ansprüche haben. Wir hatten gestern ein sehr gutes Training mit viel Energie, Spannung und Qualität. Der Kampf um die Plätze ist da.

Es gibt Momente, in denen Spieler über eine Entscheidung enttäuscht sind und einen Moment brauchen, um zu sehen, dass ihre Rolle im großen Ganzen wichtig ist. Das fangen wir in Gesprächen auf. Mein Anspruch ist, dass jeder seine Rolle kennt und bereit ist, seinen Teil zum Erfolg beizutragen. Die Mannschaft hat in dieser Rollenklarheit einen Teamgeist entwickelt, der Dinge auffängt, die ein Trainer oder Manager nicht auffangen kann. Das meinen wir mit dem Aufbau einer Achse und Stabilität. Davon profitieren wir heute.

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