Ich glaube, der Verkauf von Clemens Riedel ist für den Verein Darmstadt 98 eine Erfolgsgeschichte. Der Club hat einen Spieler über sechs Jahre hinweg entwickelt, ihn durch die ein oder andere Phase begleitet und zu einem sehr wichtigen Spieler geformt, der viel über Führungsverantwortung, Mannschaftsführung, aber auch über fußballerische Dinge gelernt hat. Ich denke, dass diese Geschichte nur Gewinner hervorgebracht hat. Clemens hat mit Barcelona in der La Liga eine großartige Herausforderung vor sich – allein schon dort im Fokus eines Vereins zu stehen, ist eine Auszeichnung. Ich bin überzeugt, dass ihn diese Auslandserfahrung nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch weiterbringen wird. Und mit Barcelona hat er sich sicherlich nicht die schlechteste Stadt ausgesucht. Für den Verein ist es natürlich auch ein finanzielles Thema: Einen Spieler, der sich hier entwickeln durfte, für seine Leistungen finanziell entlohnt zu bekommen, ist wichtig. Ein großes Lob an Paul Fernie und seine Kaderplanung – dieser Abgang war schon im Mai gedanklich mit einkalkuliert. Auch wenn ich gerne weiter mit ihm zusammengearbeitet hätte, waren wir vorbereitet und fühlen uns trotz seines Wechsels gut aufgestellt. Alles Gute an Clemens! Ich glaube, dass der Schritt aus seiner Komfortzone in eine Stadt, in der er nicht mehr „unser Clemens“, sondern der „Herr Riedel“ ist, seiner Entwicklung guttun wird.