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07.08.2025 / Profis

„Es ist immer schön, in Nürnberg zu spielen“

Wie sieht der Konkurrenzkampf in der Mannschaft aus? Wie schätzt Florian Kohfeldt den 1. FC Nürnberg vor dem kommenden Duell am Freitag (8.8./18.30 Uhr) ein? Diese und weitere Fragen beantwortete der Cheftrainer auf der Pressekonferenz am Donnerstag (7.8.). Wir haben die wichtigsten Aussagen für Euch zusammengefasst.

Florian Kohfeldt lacht auf der PK vor Nürnberg.
Foto: SV 98

Personalupdate: Paul Will steht weiterhin nicht zur Verfügung. Zudem fehlt Sergio Lopez aufgrund von Rückenproblemen. 

... über den Konkurrenzkampf in der Mannschaft:

Im Abschlusstraining heute war sehr viel Feuer und Intensität drin. Die Jungs, die am ersten Spieltag nicht gespielt haben, drängen nach und so soll das auch sein. Für mich ist das sehr angenehm und für das Team auch, weil dadurch die Trainingsqualität sehr hoch bleibt. Wir haben einen großen Konkurrenzkampf und trotzdem nehme ich die Mannschaft als geschlossen war. Wenn das Training vorbei ist, sind alle Spieler gut miteinander. Aber auf dem Platz geht es zur Sache, so soll das sein.

... zum Gegner:

Auf uns wartet ein großer Club – mit großer Tradition und einer leidenschaftlichen Fanbase. Es ist immer schön, in Nürnberg zu spielen, weil man sofort spürt, wie tief der Club in der Stadt verwurzelt ist und was er den Menschen dort bedeutet.

Miroslav Klose verfolgt mit seiner Mannschaft einen spielerischen Ansatz, der sich bereits in der vergangenen Saison abgezeichnet hat. Sie agieren meist nicht positionsstarr, sondern schaffen durch den Ballbesitz gezielte Abhängigkeiten zueinander. Das Spiel ist geprägt von vielen Doppelpässen, Positionswechseln und Rotationen – eingebettet in eine Struktur mit klaren Ankerpunkten.

Vorne spielt mit Stepanov ein sehr wuchtiger Stürmer, der als Zielspieler dient. Biron kenne ich noch aus der belgischen Liga – ein dribbelstarker Spieler mit viel Tempo. In der Defensive bringt Robin Knoche als erfahrener Innenverteidiger Stabilität, und auf der Zehnerposition agiert mit Justvan einer der kreativsten Spieler der Liga.

Nürnberg hat ein starkes Gerüst mit absolut gehobenem Zweitliganiveau, um das sich viele talentierte, junge Spieler gruppieren. Sie spielen selbstbewusst und mit klaren spielerischen Elementen nach vorne. Gegen den Ball scheuen sie sich aber auch nicht, im tieferen Block zu verteidigen.

... zur Kommunikation bei der Kaderbenennung:

Sprechen macht immer Sinn – die Frage ist nur, wann und zu welchem Zeitpunkt. Ich finde, Mannschaftsführung ist ein wichtiges Thema, und wir haben eine klare Linie, wann wir kommunizieren, wer im Kader steht und wer spielt. Dabei bleibt die menschliche Ebene im Umgang immer gleich – unabhängig von der Entscheidung. In diesem Zusammenhang spielt nicht nur der Cheftrainer eine Rolle, sondern auch Betreuer, Co-Trainer, Physios und der Teammanager. Entscheidungen sollten immer klar und nachvollziehbar sein – und genau so auch kommuniziert werden. Ich freue mich über den aktuell spürbaren Konkurrenzkampf und den starken Teamspirit, der in der Mannschaft herrscht.

… zu Aleksandar Vukotic:

Das glaubt mir nie jemand, aber Vuko ist der liebste Mensch in der Kabine. Er ist ein sehr sozialer, liebenswerter Mensch mit großer Empathie. Als Charakter ist das wirklich bemerkenswert. Fußballerisch bringt er enorme Wucht im Kopfballspiel mit und ist ein kompromissloser Verteidiger. In der vergangenen Saison hat er mit dem Ball riesige Fortschritte gemacht. Was ich besonders an ihm schätze, ist seine Gier, sich immer weiterzuentwickeln und Neues zu lernen. Vuko ist ein absoluter Leader und ein Führungsspieler in unserer Mannschaft.

… zum Auftaktspiel gegen Bochum:

Ich fand unsere Spieleröffnung im Spiel gegen Bochum noch nicht optimal. Zwar haben wir die Zehnerräume sehr gut und direkt bespielt, aber gerade in der letzten Linie war die Spieleröffnung ausbaufähig. Auch in der Restverteidigung nach Ballverlust müssen wir noch aufmerksamer sein. Unser Pressing hingegen war über das gesamte Spiel hinweg sehr stark, und wir haben uns an diesem Spieltag die meisten Großchancen der gesamten Liga herausgespielt. Die vier Tore, die wir erzielt haben, waren absolut verdient.

… zum Testspiel gegen Schweinfurt:

Unser absoluter Fokus liegt auf dem Spiel morgen gegen Nürnberg. Am Samstag werden wir den Spielern, die bisher noch nicht so viele Minuten sammeln konnten, die Möglichkeit geben, auf gutem Niveau gegen einen Drittligisten Spielpraxis zu bekommen. Es kann durchaus sein, dass der ein oder andere, der im Kader gegen Nürnberg stand, auch am Samstag dabei ist – sofern er nicht viel gespielt hat. Grundsätzlich geht es aber darum, gezielt denen Minuten zu geben, die verletzungs- oder einsatzbedingt bislang noch nicht so viel Spielzeit hatten. Gerade jetzt ist es ein wichtiges Thema, dass alle Jungs auf ausreichend Einsatzzeit kommen, denn ich bin mir sehr sicher, dass wir im Laufe der Saison jeden einzelnen Spieler brauchen werden.

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