Punktesammler: „Wir haben Spaß daran, weiterhin Punkte einzuheimsen“, sagte Torsten Lieberknecht auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Im bisherigen Saisonverlauf gelingt das den Lilien auf beeindruckende Art und Weise. Seit Einführung der 3-Punkte-Regel konnten erst vier Teams mindestens 49 Punkte nach 22 Spieltagen aufweisen (Braunschweig und Hertha BSC 2012/13, Hannover 01/02 und Nürnberg 00/01).
Effektivität: Schaut man allein auf die Expected Goals der Heidenheimer, so würde die Bilanz 29 Treffer für den FCH ausfweisen. Tatsächlich trafen Kleindienst & Co. aber bereits 44-mal. Das sind schon jetzt mehr Tore als in der kompletten Vorsaison. Durchschnittlich benötigt Heidenheim nicht einmal sieben Abschlüsse für ein Tor – LIgabestwert.
Heimmacht vs. Auswärtsstärke: Schon in den vergangenen fünf Spielzeiten gehörte der FCH stets zu den besten fünf Heimteams der Liga. In der laufenden Saison ist das Team von Frank Schmidt die beste Mannschaft auf dem eigenen Geläuf und sammelte bereits 27 Zähler in der Voith-Arena (8 Siege, 3 Unentschieden, keine Niederlage). Die letzte Heimniederlage liegt mehr als 300 Tage zurück. Doch der SV 98 hat in den vergangenen Monaten schon so manche Festung gestürmt und belegt mit 23 Zählern den Spitzenplatz in der Auswärtstabelle. Zudem kassierten die Lilien zuletzt im Oktober ein Gegentor in einem fremden Stadion.
Vorsicht, Eroberer! Heidenheim nutzte bereits 13-mal einen gegnerischen Ballverlust, um zu einem eigenen Treffer zu kommen. Bestwert in der 2. Liga. Allerdings kassierte der SV 98 erst ein Gegentor nach eigenem Ballverlust, ebenfalls Ligaspitze.
Mit Köpfchen: Mit Heidenheim und Darmstadt spielen die beiden Mannschaften aufeinander, die bislang am häufigsten mit dem Kopf treffen. Heidenheim erzielte auf diese Art bereits 13 Tore, Darmstadt lauert mit 12 Treffern direkt dahinter.
Defensiv-Bollwerk: Die Lilien stellen die mit Abstand beste Defensive der Liga und kassierten erst 17 Gegentreffer in dieser Runde. Den zweitbesten Wert weißt der FCH auf, der 25-mal die Pille aus dem eigenen Netz fischen musste. Weitere Werte, die für die Stabilität beider Teams sprechen: Heidenheim ließ bislang die wenigsten Großchancen zu (15), der SV 98 gewährte den Kontrahenten erst 258 Torschüsse (nur St. Pauli ließ mit 245 Schüssen noch weniger zu).
Zweikampf-Monster: Keine Mannschaft gewann in dieser Saison mehr Zweikämpfe als der SV 98 (2420). Und auch die Zweikampfquote der Lilien kann sich sehen lassen: 51,3 Prozent der Duelle entscheiden die Südhessen für sich (Drittbester Wert der Liga).
Mentalität: In sieben Spielen lagen die Lilien in dieser Saison in Rückstand, verloren haben sie nur eines davon. Starke 12 Punkte konnte die Lieberknecht-Elf nach Rückstand noch sammeln, einzig Kaiserslautern holte mit 15 Zählern noch mehr (allerdings auch bei 13 Rückständen). Die sieben Rückstände des SV 98 sind der zweitbeste Wert der Liga. Spitzenreiter? Genau, der kommende Gegner. Heidenheim geriet in dieser Spielzeit erst 5-mal in Rückstand.
Marathonläufer: Diese Zahlen sind beeindruckend. Mit 120,8 Kilometern spulen die Heidenheimer durchschnittlich die meisten in der Liga ab. 238 Sprints pro Partie sind ebenfalls ein Bestwert. Und auch bei den intensiven Läufen pro Spiel führt der FCH die Statistik an (Durschnittlich 747).
Bilanz:
|
Spiele |
Siege |
Remis |
Niederlagen |
Tore |
| Heim |
11 |
5 |
4 |
2 |
19:13 |
| Auswärts |
10 |
1 |
3 |
6 |
7:17 |
| Gesamt |
21 |
6 |
7 |
8 |
26:30 |
Wettervorhersage:
2 Grad, leicht bewölkt. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 10 Prozent.