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02.08.2024 / Profis

Fortuna Düsseldorf im Gegnercheck

Für viele Fans der Fortuna aus Düsseldorf wird der 27. Mai 2024 mit Sicherheit für eine lange Zeit ein unvergessenes Datum bleiben. Allerdings in Verbindung mit einem negativen Erlebnis. Denn an diesem Abend wurde ihrer Lieblingsmannschaft der nahezu sichergeglaubte Bundesliga-Aufstieg aus den Händen gerissen. Mit 3:0 hatte die Elf von Daniel Thioune das Relegationshinspiel in Bochum gewonnen, doch den Bochumern gelang im Rückspiel das sensationelle Comeback, die Fortuna blieb Zweitligist. Und beginnt die neue Saison nun mit dem Auswärtsspiel am Böllenfalltor. Das Ziel für die anstehende Spielzeit? Noch einen ganz kleinen Tick erfolgreicher als im Vorjahr zu sein. Denn das würde automatisch den Aufstieg bedeuten. Wir nehmen unseren Auftaktgegner genauer unter die Lupe.

Foto: Christof Koepsel/ Getty Images für DFL

Transferfenster

Top-Zugänge Top-Abgänge
Noah Mbamba (Defensives Mittelfeld, Bayer Leverkusen) Christos Tzolis (Club Brügge)
Tim Rossmann (Linksaußen, Karlsruher SC) Yannik Engelhardt (Como)
Danny Schmidt (Offensives Mittelfeld, Mainz 05 II) Benjamin Böckle (Rapid Wien)
Florian Schock (Torhüter, VfB Stuttgart) Karol Niemczycki (SV Darmstadt 98)
Dzenan Pejcinovic (Stürmer, VfL Wolfsburg)  

Der Trainer

Die Menschlichkeit ist ihm am wichtigsten. Das war schon so, als er noch selbst auf dem Rasen stand. Und ist es bis heute. „Der gegenseitige Respekt, die gegenseitige Wertschätzung sind immer wichtig“, betonte Daniel Thioune einst in einem Interview mit dem Online-Portal mopo.de. Gemeinsamkeit. Darum geht es dem Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf. Gemeinsam arbeiten. Gemeinsam daran arbeiten, Träume zu verwirklichen. Dafür steht er. „Ich möchte immer das Maximale erreichen – dort, wo ich gerade bin. Also möchte ich auch mit diesem Verein meine Träume verwirklichen“, sagte als Trainer von Fortuna Düsseldorf in einem Interview mit dem kicker.

Und der Trainer hält an einem seiner vermutlich größten Träume fest, einmal Fußballluft in der ersten Liga zu schnuppern und sich mit den besten Mannschaften Deutschland zu messen. Dieser Traum aber blieb ihm bislang (noch) verwehrt. In seiner bisherigen Trainer Laufbahn gelang Thioune der Sprung von der dritten Liga in die zweithöchste deutsche Spielklasse. Mit dem VfL Osnabrück gewann er in der Saison 2018/19 die Meisterschaft der 3. Liga. Danach übernahm er den Hamburger SV mit dem Ziel, in die 1. Bundesliga aufzusteigen – ein Ziel, dass er mit den Hanseaten knapp verfehlte. Am Ende der Saison 2020/21 beendete die Mannschaft die Spielzeit auf dem vierten Platz.

Thioune hat seine Ambitionen jedoch nie aufgegeben. Seitdem er im März 2022 das Traineramt bei Fortuna Düsseldorf übernommen hat, verfolgt er weiterhin das Ziel, das Maximale zu erreichen. Unter seiner Führung zeigte das Team eine deutliche Verbesserung und beendete schon die Saison 2022/23 auf einem soliden Platz im oberen Tabellenmittelfeld der 2. Bundesliga. In der vergangenen Spielzeit verpasste die Thioune-Truppe dann bekanntlich denkbar den Aufstieg in die Bundesliga. Mit frischem Schwung und einigen neuen Gesichtern im Kader starten Daniel Thioune und die Fortuna nun in die neue Saison. Gemeinsam wollen sie arbeiten, ihre Träume zu verwirklichen. Und ihr Cheftrainer wird dabei als inspirierendes Vorbild vorangehen. 

Foto: Eibner-Pressefoto/Michael Memmler

Prunkstück

Die Rheinländer zeichnen sich durch ihre offensive Wucht aus – so war es zumindest in der vergangenen Saison eindrucksvoll der Fall. Mit 72 Treffern in der letzten Spielzeit belegten die Düsseldorfer den Spitzenplatz in der 2. Bundesliga. Allen voran Christos Tzolis war ein Garant für Tore und knipste 22 Treffer. Der Top-Torjäger steht der Fortuna allerdings nicht mehr zu Verfügung, schloss sich stattdessen im Sommer dem Club Brügge an. Die Last muss daher auf mehrere Schultern verteilt werden. Dafür hat Düsseldorf gleich ein paar zur Auswahl: Vincent Vermeij zum Beispiel sorgte in der letzten Saison für zwölf Tore, besonders gefährlich zeigten sich auch Ao Tanaka (7), Felix Klaus (6) und Isak Johannesson (4).

All Eyes on ...

Isak Johannesson. Der 21-Jährige brennt seit seiner Kindheit für den Fußball. Mit dem Ball am Fuß aufgewachsen, waren seine Vorbilder die argentinische Legende Lionel Messi sowie der isländische Mittelfeldspieler Aron Elís Thrándarson. „Fußball ist das Beste, was man machen kann“, sagte der isländische Nationalspieler, der 2022 zunächst auf Leihbasis zur Fortuna wechselte und seit diesem Sommer schließlich fest bei den 95ern angestellt ist. Im Alter von 17 Jahren debütierte Johannesson bereits für Islands Nationalmannschaft und bestritt 27 Partien, in denen er drei Tore erzielte.

Zwei Jahre war der zentrale Mittelfeldspieler vor seinem Wechsel zur Fortuna Teil des Kaders des FC Kopenhagen und sammelte dort zahlreiche Erfahrungen in der dänischen Liga: zwei Meistertitel, dazu dänischer Pokalsieger und die Teilnahme an der Champions League mit Spielen gegen Manchester City, Borussia Dortmund und FC Sevilla stehen in seiner Vita. Und doch konnte Johannesson in Kopenhagen nicht so recht seine Fußstapfen hinterlassen. 61 Pflichtspiele machte er für die Dänen, stand jedoch nur in 2.398 von möglichen 5.490 Minuten auf dem Feld. Kurzum: Er hatte zu selten die Gelegenheit, seine Fähigkeiten auf seiner Lieblingsposition zu zeigen.

Der Wechsel zu Fortuna gab ihm dagegen Aufwind sowie mehr Spielraum auf seiner Position, um endlich sein Talent aufblühen zu lassen. Mit Erfolg. Tore und Vorlagen häuften sich. In der letzten Saison kam er auf 36 Pflichtspieleinsätze, erzielte dabei sieben Treffer und lieferte gleich neun Assists. Auch Trainer Daniel Thioune bemerkte diese positive Entwicklung und beschrieb Isak Johannesson gegenüber dem kicker-Sportmagazin als „einen kleinen Diamanten“. Und lobte weiter: „Es macht Spaß, mit ihm zu arbeiten.“

Foto: Eibner-Pressefoto/Fabian Friese

Meilensteine der Fortunen

  • Deutscher Meister: 1932/33
  • Deutscher Pokalsieger: 1978/79, 1979/80
  • Aufstieg in die Bundesliga: 1966, 1971, 1989, 1995, 2012, 2018
  • Westdeutscher Pokalsieger: 1955/56, 1956/57, 1957/58, 1961/62, 1970/71
  • Intertoto-Cup-Sieger: 1966/67, 1983/84, 1985/86

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