Nach der aktiven Karriere als Fußballprofi schlug er einen ganz besonderen Weg ein. Er sprang auf dem Trampolin, ritt auf Pferden und erlernte zahlreiche neue Fähigkeiten, die ihm in seinem späteren Berufsleben helfen sollten. Sieben Jahre lang – von 2012 bis 2019 – verbrachte Daniel Thioune an der Universität Vechta, wo er Sportwissenschaften und Erziehungswissenschaften studierte.
Sein Ziel war klar: Nach dem Studium wollte er eine Karriere als Profitrainer starten. Dabei waren die sportwissenschaftlichen Grundlagen unverzichtbar, doch vor allem die Erziehungswissenschaften hinterließen bei ihm einen bleibenden Eindruck. Er lernte, wie wichtig der soziale Umgang in einer großen Gruppe ist und wie man diese für eine gemeinsame Vision begeistert. Seine Mission, wie er einst sagte: „Die Spieler für sich zu gewinnen, mit auf eine Reise zu nehmen und Potenzial in sämtlichen Bereichen freizusetzen, das erfordert ein hohes Maß an Empathie und Führung.“
Diese Führungsqualitäten musste er auch nach einem schweren Rückschlag beweisen: Nach der bitteren Niederlage mit Fortuna Düsseldorf im Relegationsrückspiel gegen den VfL Bochum am 27. Mai. Den Aufstieg verpasst im Elfmeterschießen. Doch statt an diesem Tiefpunkt zu zerbrechen, fand das Team wieder zusammen. Gemeinsam haben sie aus dieser Situation viel mitnehmen können und sich gesammelt. Die Relegation? Abgehakt. Bis heute habe er sich das Rückspiel nicht nochmal angesehen. Stattdessen bleibe es auch weiterhin Thioune‘s Ziel, eines Tages als Trainer um 15.30 Uhr am Spielfeldrand in der Bundesliga zu stehen. Doch aktuell begeistert ihn vor allem die Arbeit mit seiner Mannschaft. Mit ihr wolle er Erfolg haben. „Es ist aufregend, sich mit Fortuna weiterzuentwickeln, gesund zu wachsen und nachhaltig zu arbeiten“, sagt Thioune.