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22.01.2026 / Profis

„Gehen mit Selbstvertrauen ins Spiel“

Vor dem ersten Heimspiel im Jahr 2026 spricht Florian Kohfeldt über die ausgeliehenen Spieler und ordnet die beiden Neuzugänge ein. Außerdem äußert er sich zum Gegner. Über diese und weitere Themen spricht unser Cheftrainer vor dem Duell gegen den 1. FC Nürnberg am Freitag (23.1./18.30 Uhr). Wir haben die wichtigsten Aussagen der Pressekonferenz für Euch zusammengestellt.

Florian Kohfeldt auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem 1. FC Nürnberg
Foto: SV 98

Personalupdate: Matthias Bader, Bartosz Bialek und Killian Corredor fehlen weiterhin verletzungsbedingt. Alle anderen Spieler sind einsatzfähig.

… über die Leihen von Paul Will und Leon Klassen:

Für die beiden Abgänge gibt es nachvollziehbare Gründe. Beide brauchen für ihre Entwicklung Spielzeit. Bei Leon liegt es ein kleines bisschen mehr auf der Hand. Bei Paul möchte ich betonen, dass wir mit ihm einen gemeinsamen Weg gefunden haben. Er war ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Wir haben uns lange und sehr gut überlegt, ob das sinnvoll ist. Paul hat Stammspielerpotenzial für uns und wir hatten einfach ein schlechtes Timing: zuerst der Kreuzbandriss, dann war er jetzt in der Wintervorbereitung krank. Zudem haben es die Jungs auf der Doppelsechs, Hiro, Kai und Mey, extrem gut gemacht. Uns ging es ganz klar um die Entwicklungsperspektive. Er macht nun „das längste Trainingslager der Welt“, um im Sommer dann wieder ein ganz wichtiger Spieler für uns werden zu können.

... über Niklas Schmidt:

Bei Niklas Schmidt muss ich sagen, dass die Verpflichtung eine grandiose Leistung von Paul Fernie war. Es ist alles andere als selbstverständlich, einen Spieler vom FC Toulouse zu uns zu holen, der schon ein Bundesligaprofi bei Werder Bremen war. Dieser Spieler kann offensiv eine kreative Zehn spielen und auch eine kreative Doppelsechs. Wir sind von den Kaderpositionen etwas kleiner geworden, aber flexibel aufgestellt. Niklas ist kein Ersatz für Killian. Er ist jemand, der unsere Möglichkeiten erweitert. Killian ist zwar noch keine Option für morgen, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Ich freue mich, zeitnah Killian und Niklas im Kader zu haben.

… über Raoul Petretta:

Raoul Petratta ist ein erfahrener und gestandener Spieler, der ein spielstarker Linksverteidiger ist. Bei Raoul ist es aufgrund seiner MLS-Zeit so, dass er in den letzten Wochen nicht so viel Mannschaftstraining hatte und dementsprechend auch nicht viel Spielrhythmus. Bei ihm müssen wir sehen, ob es schon für den Kader reicht. Aber von der Grundqualität sind wir total überzeugt von ihm. Insgesamt war es für uns eine sehr stimmige Woche und wir sind sehr zufrieden mit der Gruppe, mit der wir jetzt in die Rückrunde gehen.

… über den 1. FC Nürnberg:

Ich muss ein riesen Lob an meinen Trainerkollegen schicken. Wir sind im August dort weggefahren, als ihr Kader noch nicht ansatzweise der war, der er jetzt ist. Miro hatte ohne Vorbereitung bis weit in die Saison hinein Kaderumstellungen, ganz anders als wir. Trotzdem hat er es geschafft, eine Mannschaft mit einer klaren Handschrift zu formen, die auch erfolgreich ist. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer so etwas ist. Nürnberg ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die immer wieder versucht, den spielerischen Ansatz zu finden und kreative Momente hat. Sie bauen immer wieder junge Spieler ein, wie jetzt am vergangenen Spieltag mit Scobel. Sie haben Geschwindigkeit mit Zoma, zudem mit Gruber und Lochoshvili zwei sehr zweikampfstarke Innenverteidiger. 

… über die eigene Herangehensweise:

Ich habe großen Respekt vor Nürnberg und der Art und Weise, wie sie Fußball spielen. Aber klar ist auch, dass wir zuhause spielen. Wir sind am Bölle über die ganze Saison ungeschlagen. Insgesamt sind wir seit acht Spielen ungeschlagen. Auch wenn das Bochum-Spiel nicht 90 Minuten lang top war, muss man sagen, dass die erste Halbzeit sehr gut war, mit Ausnahme der beiden Blackouts. Wir freuen uns nun auf das Spiel gegen Nürnberg und auf die tolle Stimmung. Es wird ein sehr attraktives Spiel für die Zuschauer. Wir gehen schon mit dem Selbstvertrauen ins Spiel, dass wir sagen: Ja, Nürnberg ist ein guter Gegner. Aber wir haben definitiv auch etwas zu bieten.

… über die Stimmungsdiskussion:

Wir haben schon einmal darüber diskutiert, wie das Zusammenspiel von Mannschaft und Fans optimiert werden kann. Der Mannschaftsrat hat sich vor der kürzlichen Stimmungsdiskussion besprochen und Schuh hat die Themen im Anschluss mit in die Diskussion getragen. Es ist super, dass sich die Fanszene Gedanken macht, wie das optimiert werden kann. Wir sprechen alle von einer besonderen Stimmung, die am Bölle herrschen kann und die es auch geben kann. Aber wenn es einen Stadionumbau gab, dann muss sich das immer erst einmal wieder finden. Deshalb finde ich es top, dass es einen Austausch gibt.

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