14.07.2025 / Profis
Halbzeit im Trainingslager
Halbzeit im Trainingslager. Sechs Einheiten haben die Lilien bislang absolviert und dabei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Spieleröffnung. Verteidigen im Block. Aber auch herausfordernde Sprints, fordernde Kraftzirkel und Phasen der Regeneration prägten den bisherigen Trainingsplan.
Sechs Einheiten, viele Inhalte
„Auf uns wartet eine harte Woche“, orakelte Fraser Hornby am Donnerstagabend nach der Ankunft in Bad Wörishofen. Nachdem am Anreisetag selbst ein Kraftzirkel insbesondere die Oberkörper der Spieler und weniger die reisestrapazierten Beine forderte, änderte sich dieses Muster an den kommenden beiden Tagen. Das Erkenn von ballfernen Räumen, schnelles Verlagern und zielstrebige Umschaltaktionen. Dazu Lösungsfindungen im finalen Drittel und Abschlüsse. Wer die beiden Einheiten am Freitag besuchte, der sah viel von den Inhalten, die Florian Kohfeldt bereits nach dem Testspiel gegen Notts County als Programmpunkte für die Tage im Allgäu angekündigt hatte. Auffällig: Eine Taktiktafel am Spielfeldrand, an der die Spieler immer wieder kleine taktische Vorgaben angeschrieben und erklärt bekamen.
Auch am Samstag stand dieses Hilfsmittel wieder auf der Tartanbahn in unmittelbarer Nähe des Rasens, während Kohfeldt auf dem Platz gewohnt lautstark coachte: „Schnelle Pässe, schnelle Tore!“ Diese klare Ansage begleitete die verschiedenen Spielformen auf unterschiedlichen Feldgrößen. Erneut wurden Handlungsschnelligkeit und Umschalten eingefordert.
Heiße Temperaturen, maximales Tempo
Am Nachmittag war dann viel eher der pure Wille gefragt. Sprints über den kompletten Platz. Heiße Temperaturen, maximales Tempo. Ein Lehrbeispiel für die oft zitierten Strapazen eines Trainingslagers. Im Anschluss folgten weitere Spielformen. Trotz des Laktats in den Beinen, legten die Spieler weiter ein hohes Spieltempo an den Tag, rieben sich in Zweikämpfen auf, auch eine kurze Meinungsverschiedenheit nach einem Zweikampf war lautstark zu vernehmen. Intensität, Emotionen, Leistungsbereitschaft. „Wir wollen gut in die Saison reinkommen“, erklärte Neuzugang Semih Güler in einer Medienrunde im Laufe des Trainingslagers. Der Grundstein dafür wird insbesondere in den Tagen im Allgäu gelegt.
Wobei Cheftrainer Kohfeldt und das Trainerteam genau wissen, dass es nicht dauerhaft der rote Bereich sein kann. Am Sonntag stand daher Regeneration im Vordergrund. Eine Fahrradtour und ein kurzes Programm am Trainingsplatz. Damit waren die sportlichen Aktivitäten beendet. Auch, um mit aufgeladenen Akku in die neue Woche zu starten. In der am kommenden Donnerstag (17.7.) gleich zwei Testspiele warten. Um 15 Uhr der Härtetest gegen den FC St. Gallen und im direkten Anschluss der Vergleich mit dem FV Rot-Weiß Weiler.
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