sv98.de: Auch wenn es bereits deine zweite Saison in Darmstadt ist, ist es aktuell dein erstes Wintertrainingslager. Wie fühlt es sich an, sich auf dem Platz mit den Jungs auf die Rückrunde vorzubereiten und nicht in der Reha für ein Comeback schuften zu müssen?
Fraser Hornby: Das fühlt sich sehr gut an. Letztes Jahr wurde ich kurz vor dem Wintertrainingslager operiert und könnte nicht nach Spanien reisen, umso schöner ist es, in diesem Jahr dabei zu sein und voller Vorfreude auf die Rückrunde zu blicken.
sv98.de.: Entsprechend ist es auch dein erstes Mal hier in El Saler…
Hornby: Die anderen haben mir alle schon erzählt, dass die Bedingungen hier wirklich gut sind. Ich habe mich darauf gefreut, nun alles selbst kennenzulernen und kann ihnen nur zustimmen. Und die letzten Wochen in Deutschland waren auch wirklich kalt, da ist es schön, nochmal in wärmere Gefilde zu kommen.
sv98.de: Dein Zimmer teilst du mit Oscar Vilhelmsson. Wird dort viel über das Stürmerdasein gesprochen?
Hornby: (lacht) Meistens unterhalten wir uns über Dinge abseits des Fußballs. Wir haben uns schnell sehr gut verstanden und sind mittlerweile Freunde geworden. Es ist schön, das Zimmer mit jemanden zu teilen, den man mag.
sv98.de: Fällt so eine Freundschaft schwerer, wenn beide Spieler auf dem Platz auch Konkurrenten sind?
Hornby: Nein, das gehört schließlich zum Fußball dazu. Er wünscht mir immer nur das Beste und umgekehrt ist es genauso.
sv98.de: Schauen wir auf deine bisherige Saison: 15 Liga-Einsätze, 6 Tore. Wie zufrieden bist du mit deiner Hinrunde?
Hornby: Relativ zufrieden. Nach dem schwierigen Vorjahr war ich zunächst einmal richtig froh darüber, gesund zu sein und auf dem Platz zu stehen. Natürlich hätte ich mir noch mehr Tore gewünscht, aber es sind zumindest einige gewesen. Und auf diesem Weg möchte ich weitermachen.
sv98.de: Auf Schalke hast du dein erstes Tor für Darmstadt erzielt. War das auch ein befreiendes Gefühl?
Hornby: Insbesondere als Stürmer wünscht man sich nach einem Wechsel, dass das erste Tor möglichst schnell gelingt. Bei mir hat das aufgrund der Verletzung eine ganze Saison lang nicht funktioniert. Deswegen hat mir dieses Tor ein sehr gutes Gefühl gegeben. Es hat sich ein wenig wie ein Neustart meiner Zeit in Darmstadt angefühlt.