Torsten Lieberknecht:
„Glückwunsch an die Eintracht zum Sieg. Wir sind enttäuscht über die Niederlage. Denn das Spiel hätte in alle Richtungen kippen können, weil wir uns nicht versteckt und uns mutig gezeigt haben. Mit dem ersten feinen Spielzug der Eintracht sind wir mit 0:1 in Rückstand geraten. Was danach kam, war genau das, was uns auszeichnet: Mentalität und die nötige Ruhe, sich von nichts beeindrucken zu lassen. So haben wir das Spiel gedreht und hatten im Anschluss sogar die Möglichkeit, mit 3:1 wegzuziehen. Doch dann folgte das 2:2, was ein geschenktes Tor von uns war – genauso das 2:3, bei welchem wir den Ball nicht aus der gefährlichen Zone bringen konnten. Und die Eintracht hat eben die Klasse, solche Fehler auszunutzen. Wir haben uns so präsentiert, sodass – als wir in die Kurve gegangen sind – unsere Fans eine ordentliche Leistung honorieren konnten. Den Pokalwettbewerb müssen wir leiden abhaken, doch schauen wir jetzt schon nach vorne.“
Oliver Glasner:
„Ich bin sehr froh darüber, dass wir gegen eine richtig gute Darmstädter Mannschaft gewinnen konnten. Es war ein tolles Pokalspiel. Wir haben zwei Mannschaften gesehen, die mutig und selbstbewusst nach vorne gespielt haben. Nach dem 1:0 hatten wir eigentlich alles im Griff. Doch haben wir den Gegner durch eigene Fehler wieder ins Spiel kommen lassen. Und dann hat man die Qualität von Darmstadt im Umschaltspiel gesehen. Nach jedem unserer Ballverluste wurde es gefährlich. Der Ausgleich vor der Halbzeit war allerdings ganz wichtig. In der Pause haben wir besprochen, dass wir die Ruhe bewahren und mehr über die Halbräume spielen sowie die Ballverluste vermeiden wollen. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel gut kontrolliert und das wichtige 3:2 gemacht. Als Darmstadt All-in gegangen ist, haben wir das Duell dann spät entschieden.“
Marcel Schuhen:
„Natürlich sind wir enttäuscht über die Niederlage. Spiel verloren, Derby verloren, aus dem Pokal ausgeschieden – das hört sich erstmal nicht so gut an. Aber ich denke schon, dass sich der eine oder andere auf der Tribüne die Augen gerieben hat, aufgrund der Art und Weise, wie wir speziell vor der Pause gespielt haben. Daran können wir auf jeden Fall aufbauen. Wir waren vor der Pause schon eiskalt bei unseren Chancen, haben aber zu früh das 2:2 bekommen. Es wäre wichtig gewesen, mit der Führung in die Pause zu gehen. Schlussendlich war die Qualität beim Gegner einfach enorm. Es ist klar, dass auch Fehler passieren können, wenn man mutig spielt. Aber wir wollten dieses Spiel mutig und mit Freude spielen, das haben wir gemacht. Wir haben uns nicht eingemauert, wir sind nach einem Rückstand zurückkommen und wir haben uns vorgenommen, dass wenn wir verlieren, wir auf unsere Art und Weise verlieren. Wir haben uns nichts vorzuwerfen und können morgen aufstehen und sagen, dass wir alles gegeben haben. Auch nach dem 2:3 hätten wir noch einmal zurückkommen können, das wäre nicht passiert, wenn wir uns nur hinten rein gestellt hätten. Trotz der Niederlage kann heute jeder Lilienfan stolz nach Hause fahren. Das hat man den Leuten nach Abpfiff auch angemerkt.“
Mathias Honsak:
„Schade, im Moment tut es weh. Im ersten Durchgang waren wir gut in der Partie. Wir wollten unser Spiel aufziehen und wussten, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen. Wir haben alles rausgehauen, wollten Fußball spielen und einen guten Mix aus spielerischen Lösungen und langen Bällen finden. In der zweiten Halbzeit sind wir dann nicht mehr so gut in die Zweikämpfe gekommen – zur Wahrheit gehört aber auch, dass Frankfurt eine unglaubliche Mannschaft hat und nicht umsonst Europapokalsieger und Champions-League-Achtelfinalist ist. Da herrscht schon Qualität im Kader. Aber wir haben voll dagegengehalten.“