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13.11.2022 / Profis

„Ich bin massiv stolz“

36 Punkte, 16 Spiele in Folge ungeschlagen: Die Lilien beendeten eine unfassbare Hinrunde mit einem 1:1 gegen eine enorm formstarke Mannschaft der SpVgg Greuther Fürth. Im Merck-Stadion am Böllenfalltor ging der SV 98 zwar früh in Führung, musste aber kurz vor der Pause den Ausgleich schlucken. Nach dem Seitenwechsel und mit fortschreitendem Spielverlauf ließen die Darmstädter wirklich alle Körner auf dem Platz und erkämpften sich somit einen weiteren Zähler. Was sagen Lilien-Profis zum Spiel? Wie haben die beiden Cheftrainer die 90 Minuten gesehen? sv98.de hat alle Stimmen zur Partie zusammengefasst.

Foto: Stefan Holtzem

Torsten Lieberknecht:
„Wir wussten, dass es heute gegen Fürth eine große Herausforderung wird. Hinzugekommen sind ein paar Dinge, die so ein Spiel noch schwerer machen: Zunächst hatten wir erst Donnerstagabend unser Auswärtsspiel in Magdeburg. Dann haben wir erst heute Morgen gewusst, welche Spieler überhaupt zur Verfügung stehen. Wir waren sehr dezimiert. Dennoch starten wir sensationell ins Spiel. Mir hat aber nicht gefallen, dass wir im Anschluss mehr Pässe zurück als nach vorne gespielt haben. Unseren Ballbesitz hätten wir besser ausspielen können. Fürth ist dagegen nochmal aufgekommen und hat seine Klasse gezeigt. Insgesamt ziehe ich alles, was ich habe, vor meiner Mannschaft. Sie haben heute noch einmal eine Willensleistung gezeigt und verdient einen Punkt geholt. In der Hinrunde haben wir nur eine Niederlage hinnehmen müssen, haben alle anderen Spiele gewonnen oder Unentschieden geholt und sind im Pokal weiter. Daher bin ich massiv stolz. Wir haben eine fantastische Hinrunde gespielt, die Jungs machen einen sensationellen Job. Dennoch sind wir froh, dass wir in die Pause gehen und uns sammeln können. Dann freuen wir uns auf alles, was noch kommt.“

Alexander Zorniger:
„Glückwunsch an die Lilien für das, was hier entstanden ist – sowohl auf als auch neben dem Platz. Sie stehen verdient auf dem ersten Tabellenplatz. Torsten, alle Verantwortlichen und das Team machen einen Top-Job. Wir waren heute richtig gut im Spiel und haben uns in der ersten Halbzeit genügend Chancen gespielt. Leider bekommen wir ein frühes 1:0 und waren nicht so aggressiv gegen den Ball. In der zweiten Halbzeit habe ich nach der Gelb-Roten-Karte eine Höchstleistung meiner Mannschaft gesehen. Wir haben sehr gut verteidigt, konnten allerdings nur noch wenig für Entlastung sorgen. Insgesamt ist es ein absolut verdientes Unentschieden.“

Alexander Brunst:
„Natürlich hätten wir in Überzahl gerne noch den Siegtreffer erzielt. Aber in der ersten Halbzeit hatte Fürth schon einige Chancen, wenn man dann beide Halbzeiten zusammenzählt, ist das Unentschieden okay. Zumal Fürth eine richtig gute Mannschaft ist, die zuletzt drei Spiele in Serie gewonnen hat. Zudem muss man sehen, dass wir am Donnerstagabend ein extrem schweres Spiel in Magdeburg hatten und heute noch einmal alles gegeben haben. Insgesamt überwiegt da auf jeden Fall der Stolz.“

„Natürlich fühlt es sich gut an, als Tabellenführer und mit dieser Serie an ungeschlagenen Spielen in die Pause zu gehen. Wir haben einfach eine geile Mannschaft, in der jeder für jeden da ist. Wir gehen jetzt in die wohlverdiente Pause und hoffen, dass alle verletzten Spieler dann wieder zurückkommen.“

Emir Karic:
„Das Tor fühlt sich natürlich gut an, obwohl ich gerne gewonnen hätte. Fürth hat es richtig gut gemacht, trotzdem hätten wir nach der Führung vielleicht noch mutiger auf ein zweites Tor spielen sollen. Fürth ist dann richtig gut in die Partie gekommen, sie haben auch wirklich starke Einzelspieler. In Überzahl haben wir Druck erzeugt, hatten auch die große Chance zum Sieg. Aber wir können mit dem Punkt absolut leben. Insgesamt war es natürlich eine super Hinrunde.“

Tobias Kempe:
„Das Spiel war streckenweise ein wenig träge und schleppend heute. Das ist auch irgendwo verständlich, weil jeder sieht, dass wir auf dem Zahnfleisch laufen. Insgesamt haben wir es dafür ordentlich gemacht gegen einen starken Gegner, der mit viel Selbstvertrauen angereist ist. In Unterzahl hatten wir dann natürlich mehr vom Spiel, es ist aber immer schwer, gegen einen tiefstehenden Gegner dann noch den Siegtreffer zu machen. Wir haben eine unglaubliche Hinrunde gespielt und es ist klar, dass du in dieser Liga nicht jedes Spiel gewinnen kannst. Wir nehmen den Punkt gerne mit in den Urlaub.“

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