Wenn man Sascha Hildmann zuhört, merkt man schnell: Fußball war bei ihm nie nur ein Beruf – es war von Anfang an Teil seines Lebens. Geboren und aufgewachsen in Kaiserslautern, hat er das Spiel auf der Straße gelernt – an der Seite seines älteren Bruders, der ihn mitnahm, wenn draußen gekickt wurde. Der Vater war ebenfalls fußballverrückt – die Richtung war also früh vorgegeben.
Schon als Spieler durchlief Hildmann einige traditionsreiche Stationen – unter anderem den 1. FC Kaiserslautern, den 1. FC Saarbrücken und Alemannia Aachen. Doch nicht nur der Sport, auch das Leben abseits des Rasens hatte früh seine festen Strukturen: Mit seiner Frau und Tochter hat er einen starken familiären Rückhalt. Und seit einigen Jahren fühlt er sich an einem Ort besonders angekommen: „Münster ist mein erster Heimathafen“, sagt er – und meint das nicht nur sportlich.
Dass Hildmann mit 35 Jahren selbst den Trainerjob ergriff, war kein Zufall. „Ich wollte es besser machen als manche Trainer, die ich erlebt habe.“ Für ihn ist ein guter Coach jemand, der empathisch ist, alle Spieler mitnimmt und zugleich klare Führung bietet. Eine Balance, die ihm auch in seiner Ausbildung attestiert wurde: Beim Trainerlehrgang wurde er von den Psychologen als „freundschaftlich autoritär“ beschrieben – eine Beschreibung, die bis heute gut auf ihn zutrifft. Sascha Hildmann ist ein Trainer, der nicht nur an der Seitenlinie präsent ist, sondern auch menschlich nah.
Neben dem Fußball hat Hildmann noch eine zweite große Leidenschaft: das Angeln. „Ich brauche das, um den Kopf frei zu bekommen“, sagt er. Die Ruhe, die Natur, das Abschalten – es ist sein Ausgleich zur intensiven Fußballwelt. Generell ist er sportlich vielseitig interessiert: Tennis, Handball, Basketball – alles hat er ausprobiert. Am Ende aber blieb er dort, wo es am lautesten, emotionalsten und leidenschaftlichsten ist: beim Fußball.