Foto: SV 98 24.10.2025 / Profis
Serie gerissen
Zum ersten Mal seit Ende August beenden die Lilien eine Partie ohne Zählbares: Mit 1:0 (1:0) unterliegt der SV 98 dem formstarken FC Schalke 04. Es bleibt nach dem Auswärtsspiel beim Spitzenreiter somit bei 18 Zählern nach zehn Spieltagen.
Eine ereignisarme Anfangsphase nahm für die Lilien eine plötzliche bittere Wendung: Mit der ersten gegnerischen Chance lag der SV 98 in Rückstand. Sylla brachte seine Farben nach neun Minuten in Front. In der Folge waren die Gäste um eine passende Antwort bemüht. Insbesondere über die Flügel erarbeitete sich Darmstadt immer wieder aussichtsreiche Möglichkeiten. Dabei streute der SV 98 oft Chip- und Diagonalbälle ein, um die Defensive der Hausherren vor Probleme zu stellen. Als Aktivposten tat sich Marseiler hervor, der über die linke Außenbahn viel Betrieb machte und das eine ums andere Mal das Spielgerät gefährlich Richtung Strafraum beförderte. Aber: Zu selten wurde S04-Keeper Karius ernsthaft geprüft. Defensiv zeigten sich die Südhessen nach dem Gegentreffer äußerst aufmerksam. Brenzlig wurde es lediglich in der 28. Minute, als El-Faouzi Mitspieler Sylla bediente, der aber diesmal in Schuhen seinen Meister fand.
Nach dem Wiederanpfiff beteiligte sich Schalke stärker am Spielgeschehen, die Lilien wurden dadurch in der ersten Viertelstunde weit vom gegnerischen Tor weggehalten. Trainer Florian Kohfeldt reagierte mit einem Dreier-Wechsel: Bader und Papela betraten das Spielfeld, auch Will kehrte nach langer Verletzungspause auf den Platz zurück. Die Maßnahme fruchtete, der SV 98 erlangte seine Ballsicherheit zurück. Nach 76 Minuten leitete Hornby einen Ball an Corredor weiter, doch der verzog. Kurz darauf wurde der Franzose erneut bedient und diesmal zappelte der Ball im Netz – Corredor hatte jedoch im Abseits gestanden.
Spät in der Nachspielzeit schlug der SV 98 noch einmal einen langen Ball, den der mittlerweile nach vorne gerückte Maglica behauptete. Ohne lange zu zögern, schloss er ab, stellte Karius jedoch nicht vor größere Probleme. Es war die letzte nennenswerte Szene der Partie.