Darmstadt 98, Ihr Standard- und Eckballspezialist: Der SV Darmstadt 98 erzielte in dieser Saison genau ein Drittel seiner Treffer nach Standardsituationen (11 von 33). Damit sind die Lilien die Standardexperten der 2. Bundesliga. Kein anderes Team ist in dieser Saison torgefährlicher nach ruhenden Bällen als die Mannen vom Böllenfalltor. Damit aber nicht genug: Beim 4:0-Erfolg in Sandhausen fiel der Führungstreffer wieder einmal nach einer Ecke. Es war bereits der achte Eckball in dieser Spielzeit, der im gegnerischen Kasten landete – auch das ist Ligabestwert.
Stabile Südhessen: Einem 2:0-Erfolg vor heimischer Kulisse gegen Jahn Regensburg folgte ein 4:0-Auswärtssieg in Sandhausen. Erstmals seit 18 Jahren sind die Lilien wieder mit zwei Zweitliga-Siegen aus der Winterpause gestartet. Sechs Punkte, sechs Tore und kein Gegentreffer: Eine ordentliche Bilanz in 2023. Ohnehin präsentieren sich die Darmstädter in den vergangenen Ligaspielen in stabiler Verfassung. So hat der SV 98 in den vergangenen fünf Partien nur ein Gegentor kassiert. Mit insgesamt 15 Gegentreffern stellen die Südhessen die beste Defensive der 2. Liga.
Comeback der Eintracht: Eine lange Sieglos-Serie hat am vergangenen Wochenende ihr Ende gefunden. Nach sechs Partien ohne Dreier konnten die Braunschweiger gegen Heidenheim erstmals wieder gewinnen (2:0) – es war der erste Sieg seit Mitte Oktober. Entscheidend dabei mitgeholfen hat Winter-Neuzugang Manuel Wintzheimer: Der Angreifer erzielte den wichtigen Treffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Damit traf der 24-Jährige in seinem 100. Zweitliga-Spiel bereits für nun vier verschiedene Vereine – Braunschweig, Nürnberg, Hamburg und Bochum. Seinen letzten Auswärtstreffer erzielte Wintzheimer übrigens im Februar 2022 ausgerechnet in Darmstadt. Wiederholung nicht erwünscht, Manuel!
Wiedersehen mit dem Rekordtrainer: Torsten Lieberknecht hat in den Geschichtsbüchern von Eintracht Braunschweig definitiv einen Platz verdient. Der 49-Jährige ist noch heute der Trainer mit der längsten Amtszeit an der Hamburger Straße. Insgesamt stand Lieberknecht in 371 Pflichtspielen für die Eintracht an der Seitenlinie und stieg mit dem BTSV einst von der 3. Liga bis in die Bundesliga auf. Damit aber nicht genug. Schon vor der Ausübung des Traineramtes schnürte der heutige Darmstädter seine Fußballschuhe für Gelb-Blau: Von 2003 bis 2007 absolvierte der frühere Mittelfeldspieler insgesamt 85 Partien im Eintracht-Trikot. Im Anschluss an seine aktive Laufbahn wurde Lieberknecht in Braunschweig zunächst U19-Coach und Präsidiumsmitglied, ehe er von 2008 bis 2018 den Cheftrainer-Posten der Profimannschaft übernahm.
Gern gesehene Gäste: Sucht man nach der letzten Darmstädter Heimniederlage gegen Eintracht Braunschweig, muss man weit in die Vergangenheit zurückblicken. Schließlich unterlag der SV 98 letztmals in der Zweitliga-Saison 1988/89 gegen den BTSV. In den sechs darauffolgenden Duellen im Merck-Stadion am Böllenfalltor blieben die Lilien stets ungeschlagen – bei drei Siegen und drei Unentschieden. Gute Erinnerungen haben die Südhessen vor allem an das letzte Aufeinandertreffen am Bölle: In der Spielzeit 2020/21 feierten die 98er einen souveränen 4:0-Heimerfolg dank der Doppelpacks von Tobias Kempe und Serdar Dursun.
Niedersächsische Konterstärke: Die Niedersachsen können schnelles Umschaltspiel. Bereits sieben Tore nach Kontern sind zusammen mit Kaiserslautern und Paderborn der Ligabestwert. Zudem gaben die Braunschweiger auch ligaweit die meisten Torschüsse nach Konteraktionen ab – 33 an der Zahl. Warum es nicht noch häufiger in den gegnerischen Kasten klingelte, liegt am Alu-Pech der Eintracht: Kein Team scheiterte häufiger an Pfosten oder Latte – elfmal war dies bereits der Fall.
Ex-Braunschweiger: Neben Torsten Lieberknecht haben drei weitere Lilien eine Vergangenheit bei Eintracht Braunschweig. Yassin Ben Balla stand von 2020 bis 2021 bei den Gelb-Blauen unter Vertrag und machte insgesamt 30 Pflichtspiele für die Niedersachsen. Braydon Manu schnürte dagegen bereits von 2015 bis 2017 die Fußballschuhe für die Eintracht und kickte sowohl in der Braunschweiger Jugend als auch in der zweiten Mannschaft. Der dritte im Bunde ist Phillip Tietz, der sogar in Braunschweig geboren wurde. 2011 ging es für ihn in die Jugend der Niedersachsen, 2016 feierte er sein Profidebüt an der Hamburger Straße. In Tietz‘ Vita stehen insgesamt 13 Einsätze für die erste Braunschweiger Mannschaft.
Bilanz:
| |
Spiele |
Siege |
Remis |
Niederlagen |
Tore |
| Heim |
11 |
5 |
4 |
2 |
21:13 |
| Auswärts |
12 |
2 |
4 |
6 |
8:21 |
| Gesamt |
23 |
7 |
8 |
8 |
29:34 |
Wettervorhersage:
10 Grad, leicht bewölkt. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei null Prozent.