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09.01.2026 / Profis

Tagebuch: Adiós!

Bereits zum fünften Mal bestreiten die Lilien ihr Wintertrainingslager in El Saler unweit von Valencia. Das „Parador de El Saler“ mit angrenzendem Trainingsplatz bietet optimale Bedingungen, um sich bestmöglich auf die anstehende Rückrunde vorzubereiten. Bis zum 11. Januar wird der SV 98 an der spanischen Ostküste schuften. In unserem Tagebuch nehmen wir Euch mit durch die Tage im Trainingslager.

Spieler, Verantwortliche und Staff des SV 98 gemeinsam mit dem Hotelpersonal.
Foto: SV 98

Adiós!

15:41 Uhr. Das Flugzeug setzt auf der Landebahn auf. Die Lilien sind wieder in Deutschland angekommen. Unter Sonnenschein in den Flieger gestiegen, mussten beim Verlassen der Maschine bei minus einem Grad wieder die Winterjacken ausgepackt werden. „Die Temperaturen können wir leider nicht mitnehmen“, scherzte Florian Kohfeldt vor der Abreise. 

Bevor es aber in den Bus ging, der alle zum Flughafen nach Valencia brachte, wurde noch ein Bild mit Staff, Spielern und Verantwortlichen des SV 98 gemeinsam mit dem Hotelpersonal gemacht. Ihnen gehört ein großes Dankeschön für all die Arbeit und Mühe sowie die Gastfreundschaft. 

Das Trainingslager im Parador de El Saler bot im allgemeinen erneut sehr gute Voraussetzungen, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten. Die ersten beiden Tage wurden noch bei grauen Wolken und Regenschauern trainiert, von da an wurde das Wetter zur Freude des SV 98 stetig besser. Trotz des anfänglichen Regens „konnten wir sehr gut trainieren. Wir hatten hervorragende Bedingungen im Hotel. Die Rahmenbedingungen waren insgesamt erneut überragend“, erzählte Florian Kohfeldt nach einer Woche intensiver Vorbereitung. 

Den Lilien stecken nach dieser Woche acht Trainingseinheitenin den Knochen, dazu kommen die beiden Testspiele gegen Wehen Wiesbaden. „Wir müssen nächste Woche eine Menge tun, um gut auf Bochum vorbereitet zu sein“, wusste Kohfeldt schon nach Abpfiff des zweiten Testspiels um die Arbeit, die nun ansteht. Der Blick richtet sich jetzt mit voller Konzentration wieder auf den Ligaalltag. Hiermit sagen auch wir Tschüss und beenden mit diesen Worten dieses Tagebuch. Adios! 

Bartosz Bialek jubel nach seinem Treffer.
Foto: SV 98

Sieg in Generalprobe: SVD schlägt Wiesbaden

Abfahrt um 10.20 Uhr. Vom Hotel Parador de El Saler mit dem Bus ins gut 66 Kilometer entfernte Oliva Nova Sports Center. So machte sich der Lilien-Tross am Samstagvormittag auf, um das zweite und damit letzte Testspiel dieses Trainingslagers gegen den SV Wehen Wiesbaden zu bestreiten. Unter der spanischen Sonne, die bei angenehmen 18 Grad Celcius auf das Testspielgelände herunterbrutzelte (Liebe Grüße an dieser Stelle ins kalte Darmstadt…), brachte Bartosz Bialek den SV 98 nach Vorlage von Marco Richter kurz vor dem Pausepfiff mit 1:0 in Führung. „Die erste Halbzeit war ordentlich“, bilanzierte daher auch Florian Kohfeldt.

Nach dem Seitenwechsel sorgte zwar Marco Richter sehenswert mit einem platzierten Linksschuss für einen zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Vorsprung, doch ließen es die Darmstädter zu, dass Wehen Wiesbaden zu gleich mehreren guten Möglichkeiten kam. So machte der Drittligist noch den Anschlusstreffer. „In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele Fehler in der Spieleröffnung gemacht und Chancen zugelassen. Das war nicht gut“, monierte der Cheftrainer der 98er. Kohfeldt weiter: „Trotzdem bin ich froh, dass wir einen Weg gefunden haben, um das Spiel zu gewinnen.“ Wohlwissend aber, dass auf Mannschaft und Trainerteam in der kommenden Woche noch viel Arbeit wartet, bevor am Sonntag (17.1./13.30 Uhr) auswärts beim VfL Bochum das Pflichtspieljahr 2026 und damit auch die Zweitliga-Rückrunde startet.

Den Spielbericht zum 2:1-Testspielerfolg gegen Wehen Wiesbaden lest Ihr hier. Außerdem könnt Ihr Euch die vollen 90 Minuten noch einmal im Re-Live auf dem offiziellen YouTube-Kanal des SV Darmstadt 98 anschauen. Wer lieber nur die Lilien-Tore sehen möchte, spult bis Minute 52:45 für den Bialek-Treffer und Minute 01:39:00 für das Richter-Tor vor.

Spanische Küche für die Lilien-Familie

Die Woche – und damit auch das Trainingslager – neigt sich langsam dem Ende entgegen. Zumindest absolvierten die Lilien heute die letzte Trainingseinheit hier im Parador de El Saler. Doch einige Tage nahe Valencia zu verbringen, ohne dabei auch die spanische Küche zu erleben, wäre kaum denkbar gewesen.

Umso besser passte es, dass die Teilnehmenden der vom SV 98 organisierten Fanreise an diesem Tag im Mannschaftshotel zu Besuch waren. Bei bestem Wetter wurde auf der sonnigen Terrasse unter Anleitung des Hotelpersonals gemeinsam Paella gekocht. „Wenn du in Valencia bist, musst du auch Paella probieren. Das Gericht kommt schließlich von hier“, erklärt Alexander Lehné, Fanbeauftragter des SV 98.

Besonders schön: Sergio López ließ es sich nicht nehmen, bei der Zubereitung ein wenig mit anzupacken. „Solche Aktionen mit den Fans machen immer Spaß. So kann ich den Lilien-Fans meine spanische Kultur ein bisschen näherbringen“, erzählt er. Zu Beginn waren die Gäste noch etwas zurückhaltend, doch nachdem die Expertin aus dem Hotel den ersten Schritt vorgemacht hatte, wagten sich ein paar selbst an die große Pfannen.

Auch für Lopez war es eine Premiere. „Ich hoffe, ich habe es ganz gut gemacht. Ich habe nicht viel, aber ein bisschen geholfen“, sagt er schmunzelnd, bevor er stolz ergänzt: „Zuhause macht meine Frau sehr gute Paella.“ Ganz unwissend ist er daher nicht. Bei Fragen erklärte er den Gästen die einzelnen Schritte. Und wenn auch er einmal an seine Grenzen kam, sprang das Hotelpersonal ein und Lopez übernahm die Übersetzung.

Sergio Lopez hilft bei der Zubereitung der Paella Foto: SV 98
Die Zutaten für die Paella werden in der Pfanne vermischt. Foto: SV 98
Sergio Lopez duftet die selbstgemachte Paella Foto: SV 98
Ein Fan probiert sich selbst an der Zubereitung der Paella. Foto: SV 98
Sergio Lopez lacht gemeinsam mit Fans, bevor die Zubereitung der Paella startet. Foto: SV 98
Ein Fan probiert sich selbst beim Zubereiten der Paella. Foto: SV 98
Serio Lopez erklärt den Fans Details für der Zubereitung der Paella Foto: SV 98
Die fertige Pealla in der Pfanne. Foto: SV 98

Als der Autor dieser Zeilen ihn fragte, was auf keinen Fall in der Paella fehlen dürfe, antwortete er lachend: „Den Reis solltest du nicht vergessen.“ An dieser Stelle: Danke für diesen Tipp! Anschließend erklärte der Spanier aber, dass Paella in vielen verschiedenen Varianten zubereitet werden kann. „Es beginnt schon bei der Frage, ob mit Hühnchen oder Meeresfrüchten. Am Ende kann man das ganz individuell gestalten.“

Für die mitgereisten Lilien-Anhänger wurde der Nachmittag damit zu einer Mischung aus Gesprächen mit Lopez, Einblicke in die spanische Küche und am Ende natürlich dem Wichtigsten: Natürlich dem Probieren der selbstgemachten Paella.

Zurück auf den Trainingsplatz. Die Zeit rast. Am Nachmittag ging es für die Mannschaft ein letztes Mal hier in El Saler auf den Rasen, um die Fußballschuhe für eine Trainingseinheit zu schnüren. „Es ist schade, dass wir hier abreisen müssen. Aber wir freuen uns auch auf Darmstadt und richten den Fokus jetzt auf Bochum“, sagt Lopez. Da am morgigen Tag um 13 Uhr das zweite und letzte Testspiel gegen Wehen Wiesbaden ansteht, stand heute ein klassisches Abschlusstraining auf dem Plan. „Wir haben mit einem Warm-up begonnen, sind dann ins Passspiel und in den Ballbesitz übergegangen. Zum Schluss wurde noch frei gespielt“, fasst der Rechtsverteidiger die Einheit zusammen.

Am Abend hieß es dann nur noch: essen, regenerieren und neue Energie sammeln, bevor morgen der letzte volle Tag im Trainingslager in Valencia ansteht.

Florian Kohfeldt gibt Anweisungen im Abschlusstraining. Foto: SV 98
Marco Richter beim Warm-up Foto: SV 98
Patric Pfeiffer beim Warm-up Foto: SV 98
Leon Klassen und Isac Lidberg beim Warm-up. Foto: SV 98
Hiroki Akiyama in der Übung beim Abschlusstraining. Foto: SV 98
Leon Klassen und Kai Klefisch im Duell um den Ball. Foto: SV 98
Marco Richter im Duell mit Marcel Schuhen. Foto: SV 98
Sergio Lopez flankt den Ball im freien Spiel des Abschlusstrainings in den Strafraum. Foto: SV 98
Merveille Papela und Isac Lidberg im Duell um den Ball. Foto: SV 98
Foto: SV 98
Luca Marseiler am Ball im Abschlusstraining. Foto: SV 98
Fabian Hollan zeigt sich nach der Trainingseinheit erschöpft. Foto: SV 98
Luca Marseiler, grinsend vor dem Abschlusstraining. Foto: SV 98
Das Siegerteam des Abschlusstrainings posiert für ein Jubelfoto. Foto: SV 98

Familiärer Fanabend

An Tag fünf zeigte sich El Saler erneut von seiner tollen Seite. Bei leichtem Wind, aber blauem Himmel und Sonnenschein schufteten die Lilien heute gleich zweimal auf dem Rasen. Bei der Einheit am Nachmittag verfolgten am Zaun des Trainingsplatzes rund 40 Lilien-Anhänger das Geschehen. 18 von ihnen waren im Rahmen der vom SV 98 organisierten Fanreise angereist, die übrigen hatten sich eigenständig auf den Weg nach Spanien gemacht, um die Mannschaft auch in Valencia zu unterstützen.

Die Teilnehmenden der Fanreise sind heute gelandet, besuchten das Training sowie am Abend im Mannschaftshotel den Fanabend, verfolgen am Samstag das Testspiel gegen Wehen Wiesbaden und schauen am Sonntag das LaLiga-Spiel zwischen UD Levante und Espanyol Barcelona live im Stadion, bevor am Montag die Rückreise ansteht.

SV Darmstadt 98 im Training in El Saler Foto: SV 98
SV Darmstadt 98 im Training in El Saler Foto: SV 98
SV Darmstadt 98 im Training in El Saler Foto: SV 98
SV Darmstadt 98 im Training in El Saler Foto: SV 98
SV Darmstadt 98 im Training in El Saler Foto: SV 98
SV Darmstadt 98 im Training in El Saler Foto: SV 98
SV Darmstadt 98 im Training in El Saler Foto: SV 98
SV Darmstadt 98 im Training in El Saler Foto: SV 98
SV Darmstadt 98 im Training in El Saler Foto: SV 98

„Wir schätzen es sehr, dass die Fans diesen Weg auf sich nehmen. Daran merkt man, wie familiär dieser Verein ist“, zeigte sich Kai Klefisch von der Unterstützung begeistert. Im Anschluss an das Training fand auf der Terrasse des Teamhotels der gemütliche sowie zugleich gesellige Fanabend statt, bei welchem Mannschaft, Trainerteam und das komplette Präsidium mit den mitgereisten Anhängern näher ins Gespräch kommen konnten. Bei kleinen Häppchen und Getränken mischten sich die Spieler unter die Gäste. Die Lilien-Fans nutzten die Zeit für Fotos, erzählten Anekdoten, fachsimpelten und lachten gemeinsam. „Die Spieler sind mittendrin – das gefällt mir sehr gut“, sagte Präsident Markus Pfitzner über die Veranstaltung.

Doch nicht nur er teilte diese Meinung. „Ich finde es faszinierend. Man kann sich ganz normal mit den Spielern unterhalten, sie sind wirklich nah und sehr menschlich“, erzählte die langjährige Lilien-Anhängerin Susi Hofmann. Sie trug einen blauen Schal mit der weißen Aufschrift „Siempre a tu lado“ um den Hals – auf Deutsch: „Immer an deiner Seite“. Ein exklusiver Fanschal für alle Teilnehmenden der Fanreise. Außerdem hatte sie ihr weißes SVD-T-Shirt dabei, um die besondere Gelegenheit zu nutzen und viele Unterschriften zu sammeln. „Ich bin mit den Lilien aufgewachsen. Ich bin regelmäßig im Stadion und jetzt hier zu sein und alle kennenzulernen, ist einfach genial“, berichtete Susi weiter.

Sie ist damit ein perfektes Beispiel für das, was Kai Klefisch zuvor schon beschrieben hatte: „Es ist immer wieder überwältigend, wenn man die Menschen hier trifft, wie viel Herzblut dahintersteckt und wie viel ihnen der Verein bedeutet. Das versuchen wir, mit unserer Leistung zurückzugeben.“

Ein Abend wie dieser zeigt, wofür Darmstadt 98 steht. Hier treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander, die alle eine gemeinsame Sache im Herzen tragen: den SVD und unsere Lilien.

Markus Pfitzner, Präsident des SV 98

Diese familiäre Atmosphäre zu erleben, nicht in getrennten Gruppen, sondern als eine Einheit aus Fans, Spielern und Verantwortlichen, freute auch Pfitzner: „Ein Abend wie dieser zeigt, wofür Darmstadt 98 steht. Hier treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander, die alle eine gemeinsame Sache im Herzen tragen: den SVD und unsere Lilien. Es ist beeindruckend, was unsere Anhänger auf sich nehmen, um ein Stück bei uns zu sein. Dafür habe ich großen Respekt und freue mich sehr darüber.“ Ein Abend, der einmal mehr gezeigt hat, wie besonders diese Lilien-Familie ist. Auf und neben dem Platz. Danke, an alle die dabei waren.

Mannschaft und Lilien-Fans in El Saler Foto: SV 98
Mannschaft und Lilien-Fans in El Saler Foto: SV 98
Mannschaft und Lilien-Fans in El Saler Foto: SV 98
Mannschaft und Lilien-Fans in El Saler Foto: SV 98
Mannschaft und Lilien-Fans in El Saler Foto: SV 98
Mannschaft und Lilien-Fans in El Saler Foto: SV 98
Mannschaft und Lilien-Fans in El Saler Foto: SV 98
Mannschaft und Lilien-Fans in El Saler Foto: SV 98

Exkurs am freien Nachmittag

Lilien blühen in El Saler

Nach insgesamt fünf Trainingseinheiten und einem Testspiel gab es am heutigen Mittwoch erstmals einen freien Nachmittag im Trainingslager. Die spanische Sonne strahlte über der Landschaft rund um El Saler. Was liegt da näher, als die Zeit zu nutzen und sich ein wenig mit der Flora der Umgebung zu beschäftigen? Der Autor dieser Zeilen, er tat genau dies. Dabei stach ihm eine Besonderheit besonders ins Auge:

40 bis 50 Zentimeter hoch. Große, tief liegende und mehrschichtige Zwiebeln. 25 bis 50 Zentimeter lange Blätter, die mit einer wachsartigen Schicht überzogen sind – angepasst an Hitze, Wind und salzige Luft. Blüten, die nach Sommer duften. Wenn man hier in der Region Valencia, genauer gesagt in El Saler, von Lilien spricht, meint man meist genau diese Pflanze: Die Strandlilie, botanisch Pancratium maritimum. Eine weiße Blume, die wild in den Dünen der Devesa del Saler wächst und als Symbol der mediterranen Küstenflora gilt. Kein Wunder also, dass unsere Nachfrage nach der Strandlilie an der Hotelrezeption weniger botanisch und mehr persönlich beantwortet wurde. So hieß es dort schmunzelnd: „Meine Mutter liebt diese Pflanzen.“

Sie blüht allerdings nur im Sommer – in der Regel von Juli bis Mitte September. Entsprechend ist sie zu dieser Jahreszeit nur schwer zu finden. Die Strandlilie braucht viel Sonne und einen gut durchlässigen, sandigen Boden. Genau das findet sie hier direkt am Mittelmeer. Ihre Bedeutung geht dabei weit über ihre Schönheit hinaus. Diese Pflanzen tragen dazu bei, dass der Sand an den Stränden stabil bleibt und nicht unkontrolliert weggespült wird. So schützen sie die empfindliche Dünenlandschaft. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sie respektiert und geschützt werden. Das spanische „Ley de Costas“, das Gesetz zum Schutz der Küsten, sieht bei Verstößen sogar hohe Geldstrafen vor.

Und wir halten nach diesem freien Nachmittag fest: Wieder etwas gelernt…

Schildkröten an den Stränden Valencias

Doch zurückgespult an den Anfang des Tages. Pünktlich um 8.21 Uhr ging in El Saler die Sonne auf. Am Strand stehend bot sich ein herrlicher Anblick, der fast schon eine romantische Stimmung entstehen ließ. Ein Moment, der leicht hätte verpasst werden können. Schließlich zog auf der Anlage des Parador de El Saler ein Schild über Meeresschildkröten die Blicke des Autors auf sich. Der Versuch, die spanische Beschriftung darauf zu entziffern, blieb zwar erfolglos, machte aber neugierig und führte zu spannenden Informationen.

Was vor einigen Jahren kaum vorstellbar war, ist heute Realität: Meeresschildkröten fühlen sich zunehmend an den Stränden Valencias wohl. Allein in den vergangenen zwei Jahren wurden 17 Nester in der Region entdeckt – zwei davon hier in El Saler.

Im Sommer 2023 schlüpften an den Stränden Valencias fast 500 Meeresschildkröten, ebenfalls auch hier in El Saler. Das milde bis warme Klima bietet ideale Bedingungen für das Ausbrüten der Eier. Lockerer, warmer Sand und sanfte Strandhänge ermöglichen es den Schildkröten, ihre Nester tief und weit entfernt vom Wasser anzulegen.

Meeresschildkröten spielen dabei eine wichtige Rolle für das Ökosystem. Sie tragen zum gesunden Wachstum von Seegraswiesen bei, und selbst die Überreste von Eiern oder Jungtieren, die es nicht ins Meer schaffen, bereichern durch ihre Zersetzung den Küstenboden. Doch ihr Überlebenskampf ist hart: Nur etwa eine von 1.000 Schildkröten erreicht das Erwachsenenalter. Viele sterben bereits auf dem Weg ins Meer. Eine der größten Gefahren bleibt der Plastikmüll. Oft wird er mit Quallen verwechselt – mit tödlichen Folgen für die Tiere. Umso wichtiger ist die Arbeit der Meeresschildkrötenschutzdienste in Valencia, die sich mit großem Einsatz dafür einsetzen, das Leben dieser besonderen und wichtigen Lebewesen zu schützen und zu bewahren.

So interessant die Einblicke in die Flora und Fauna der spanischen Mittelmeerküste auch sein mögen, so freuen wir uns doch alle auf den morgigen Donnerstag, wenn in einer Doppeleinheit sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag in El Saler geschuftet wird…

Sonnenaufgang in El Saler Foto: SV 98
Sonnenaufgang in El Saler Foto: SV 98
Sonnenaufgang in El Saler Foto: SV 98
Sonnenaufgang in El Saler Foto: SV 98
Einheit im Hotel-Gym, Marco Richter Foto: SV 98
Einheit im Hotel-Gym, Alexander Brunst Foto: SV 98
Einheit im Hotel-Gym, Killian Corredor Foto: SV 98
Einheit im Hotel-Gym, Fabian Holland Foto: SV 98
Einheit im Hotel-Gym, Leon Klassen Foto: SV 98

Feliz Día de los Reyes Magos, Sergio!

So steht man doch gleich viel lieber aus dem Bett auf. Blauer Himmel, die Sonne scheint – endlich spüren wir die klimatische Veränderung, die wir uns gewünscht haben. Man könnte fast sagen, die Sonne kommt zum perfekten Zeitpunkt. Denn in Spanien ist am heutigen Dienstag (6.1.) ein besonderer Feiertag: Der „Día de los Reyes Magos“, auf Deutsch der „Tag der Heiligen Drei Könige“. Für viele Spanier ist es der bedeutendste Tag der Weihnachtszeit. Denn anders als bei uns, wo der Weihnachtsmann die Geschenke am 24. Dezember unter den Baum legt, sind es in Spanien die Heiligen Drei Könige, die am 6. Januar für glückliche Familien und vor allem für strahlende Kinderaugen sorgen.

Sergio Lopez verbringt diesen Tag bereits zum zweiten Mal mit den Lilien im Trainingslager im Hotel Parador El Saler. „Ich werde meine Familie per Videocall anrufen“, erzählt er in einer Medienrunde. Dass er den Feiertag nicht mit seiner Familie verbringen kann, ist der Rechtsverteidiger allerdings schon seit einigen Jahren gewohnt: „Ich hatte eigentlich immer Training. Erst in Madrid, dann in Basel und jetzt auch hier bei Darmstadt.“ Ganz verzichten musste seine Familie auf die gemeinsame Bescherung aber nicht. „Früher haben wir das immer am 6. Januar gemacht. Jetzt feiern wir am 25. Dezember, weil ich dabei sein möchte“, erklärt Sergio.

Ob die Bescherung heute komplett ausfällt, bleibt dennoch abzuwarten. Vielleicht gibt es am Abend ja noch einen Kuchen… Denn traditionell gehört am Dreikönigstag der Roscón de Reyes dazu – auf Deutsch „Königskranz“. Dabei handelt es sich um einen Kranzkuchen aus Hefeteig, in dem eine kleine Porzellanfigur und eine getrocknete Bohne versteckt sind. Wer die Bohne findet, muss laut Tradition den näcshten Kuchen für alle bezahlen. Wer hingegen die Figur erwischt, wird zum „König“ gekrönt. Ganz unvorbereitet ist Sergio an diesem Tag aber nicht. Für seinen Zimmerkollegen Kai Klefisch gibt es als Geschenk „vielleicht einen kleinen Kuss“, sagt er lachend.

Knappe Niederlage im Testspiel

Neben den spanischen Feierlichkeiten stand am Dienstagnachmittag das erste Testspiel des Trainingslagers gegen Wehen Wiesbaden an. Zur Mittagszeit machten sich die Lilien mit dem Bus auf den Weg nach Oliva Nova. Auch wenn das Testspiel anschließend mit 0:1 verloren ging, war es doch ein guter Test. „Es ging darum, die Jungs in den Rhythmus zu bekommen, das Ergebnis ist da zweitranging“, betonte Martin Heck, Co-Trainer des SV 98, nach der Partie. Mehr zur Partie lest Ihr in unserem Spielbericht.

Testspiel Nr. 1

Darmstadt 98 vs. Wehen Wiesbaden

FaceTime mit französischer Bulldogge

Der erste volle Tag im Trainingslager im Parador de El Saler ist zu Ende. Bevor es für die Jungs jedoch in die erste Trainingseinheit ging, mussten sie zunächst eine kleine Hürde überwinden, um überhaupt auf den Trainingsplatz zu gelangen. Der Regen in El Saler hatte vor dem Eingang eine große Pfütze entstehen lassen, an der sich die Lilien erst einmal vorsichtig vorbeischlängeln mussten. Merveille Papela stellte nach dem erfolgreichen Überwinden der Hürde die durchaus berechtigte Frage: „¿Qué pasa en España?“

Auf dem Platz stand dann zunächst ein Aufwärmprogramm auf dem Plan, um gut auf die intensive Einheit vorbereitet zu sein. Anschließend ging es direkt hinein in die erste Übung, bei der der Fokus auf dem Passspiel lag. Danach wurde vermehrt an der Balleroberung gearbeitet. Die Intensität war deutlich zu spüren – um jeden Ball wurde gekämpft. Florian Kohfeldt, ein Freund der Detailarbeit, unterbrach das Training immer wieder, um gezielte Anweisungen zu geben. Auch bei der zweiten Einheit des Tages regnete es, was aber weder Freude noch Intensität auf der Strecke blieben ließ. Zu Beginn absolvierten die Lilien-Profis mehrere Übungen, die Passpräzision und Dribbling kombinierten. Im weiteren Verlauf folgte eine Trainingsform, in der aus dem Passspiel heraus immer wieder schnell der Zug zum Tor gesucht werden sollte. Soweit zum sportlichen Part.

Jetzt kommt der verrückte, aber auch irgendwie wunderschöne Teil dieses Tagebucheintrags. Zwischen den beiden Einheiten beim wohlverdienten Mittagessen. Zunächst verlief alles ganz gewöhnlich: Nach und nach gingen die Spieler zum Buffet und füllten ihre Teller. Als der Speisesaal sich langsam leerte, blieben jedoch Sergio López, Hiroki Akiyama, Kai Klefisch, Yosuke Furukawa und Isac Lidberg noch etwas länger gemeinsam sitzen. Und plötzlich begann die kleine Runde zu klatschen – und stimmte „Happy Birthday“ an. Verwunderlich, denn keiner der fünf hatte Geburtstag. Doch die Gruppe war per FaceTime mit jemandem verbunden.

Er ist etwas ganz Besonderes für mich.

Isac Lidberg über seinen Hund Frank

Am anderen Ende der Leitung befand sich niemand Geringeres als Frank, der Hund von Isac Lidberg, der am heutigen Montag (5.1.) seinen 10. Geburtstag feiert. „Es war Sergios Idee, per FaceTime anzurufen und Happy Birthday zu singen, weil er Hunde liebt“, erzählt uns Isac mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Frank ist eine französische Bulldogge, die den Stürmer bereits seit vielen Jahren begleitet. „Er ist etwas ganz Besonderes für mich. Wir leben seit zehn Jahren zusammen und das in vier verschiedenen Ländern und sieben unterschiedlichen Städten“, berichtet der Schwede weiter. „Ich habe ihn gekauft, als ich 17 war, nachdem ich meinen ersten Vertrag bei Hammarby unterschrieben hatte“, erinnert sich der heute 27-Jährige.

Und was eignet sich besser als Geburtstagsgeschenk? Natürlich ein großes Steak. Mindestens mal genauso viel wie das Geburtstagsständchen interessierte Frank nämlich vor allem eines: Das Essen, wie Lidberg lachend berichtet. Auch wir senden herzliche Glückwünsche aus dem Trainingslager in El Saler.

Isac Lidberg mit seiner französischen Bulldogge Frank Foto: Isac Lidberg
Trainingslager in El Saler, Regen Foto: SV 98
Trainingslager in El Saler, Florian Kohfeldt Foto: SV 98
Trainingslager in El Saler, Isac Lidberg Foto: SV 98
Trainingslager in El Saler, Marcel Schuhen Foto: SV 98
Trainingslager in El Saler, Kai Klefisch Foto: SV 98
Trainingslager in El Saler, Bartosz Bialek Foto: SV 98
Trainingslager in El Saler, Florian Kohfeldt Foto: SV 98
Trainingslager in El Saler, Matthias Bader Foto: SV 98
Trainingslager in El Saler, Yosuke Furukawa Foto: SV 98

Kapitäne unter sich

Um 7 Uhr am Morgen machte sich der Lilien-Tross aus Trainerteam, Spielern und Staff auf den Weg vom Merck-Stadion zum Frankfurter Flughafen. Von dort aus startete mit einer leichten Verspätung um 10.34 Uhr der Lufthansa-Flug LH 1160 in Richtung Valencia.

Bereits vor dem Abflug wurde eine erste Trainingslager-Anekdote geschrieben, denn mit Sebastian Zaunert war ein Vereinsmitglied und großer Lilien-Fan als Pilot für die Anreise des SV 98 eingeteilt worden. Cheftrainer Florian Kohfeldt und Sportdirektor Paul Fernie überreichten sowohl dem Kapitän als auch seinem Sohn Jakob bereits am Gate jeweils ein unterschriebenes Trikot und plauderten entspannt mit den beiden Dauerkartenbesitzern.

Wenig später begneteten sich dann auch Flugkapitän Zaunert und Mannschaftskapitän Marcel Schuhen. Der perfekte Ort dafür? Natürlich das Cockpit. Selbstverständlich im Vorfeld des Starts des Fliegers.

„Ich war noch nie in einem Cockpit, das war ein cooler Moment. Sehr viele Knöpfe, sehr beeindruckend. Trotzdem bleibt es dabei: Lieber Kapitänsbinde als Kapitänsmütze“, resümmierte Schuhen am Sonntagabend mit einem Schmunzeln und angesprochen auf das besondere Erlebnis, dem ein Bilderbuch-Flug nach Valencia folgen sollte.

Foto: Sebastian Zaunert

"Wir wollen Dinge verfeinern"

Um kurz nach 14 Uhr betraten die Südhessen dann Lobby des „Parador de El Saler“ und fanden sich im direkten Anschluss zum Mittagessen ein, bevor die Reisegruppe ihre Zimmer bezog. Kaum eingerichtet, ging es zunächst zur Aktivierung ins Gym und im Anschluss erstmals auf den Trainingsplatz.

Auf einige Passformen folgte eine rund 20-minütige Spielform, danach war der sportliche Teil des Trainingslager-Auftakts beendet.

Wie schon bei den vergangenen Besuchen finden die Lilien auch in diesem Januar wieder optimale Gegengebenheiten für eine gute Vorbereitung auf die Rückrunde vor. „Wir haben hier alles, was wir brauchen. Die Nähe vom Hotel zum Platz ist für uns Spieler wichtig, das Gym ist ebenfalls sehr gut“, so Schuhen, der ergänzte: „Wir wollen Dinge verfeinern, Flo wird uns Themen vorgeben und dann liegt der Fokus auch schon auf dem Spiel in Bochum.“

Neben zahlreichen Einheit stehen in den kommenden Tagen auch die beiden Testspiele in Oliva Nova gegen den SV Wehen Wiesbaden auf dem Programm (6.1/15 Uhr & 10.1./13 Uhr).

Paul Will und Matej Maglica haben die heutige Anreise krankheitsbedingt nicht angetreten, bei beiden ist eine Nachreise im Laufe der Woche aber möglich.

Trainingslager-Kader

1 – Marcel Schuhen 24 – Benedikt Börner 30 – Alexander Brunst 2 – Sergio Lopez 3 – Leon Klassen 5 – Matej Maglica 7 – Isac Lidberg 8 – Luca Marseiler 9 – Fraser Hornby 10 – Jean-Paul Boetius 14 – Meldin Dreskovic 15 – Fabian Nürnberger 16 – Hiroki Akiyama 17 – Kai Klefisch 19 – Fynn Lakenmacher 20 – Aleksandar Vukotic 21 – Merveille Papela 22 – Semih Güler 23 – Marco Richter 26 – Matthias Bader 27 – Bartosz Bialek  28 – Paul Will 32 – Fabian Holland 34 – Killian Corredor 44 – Yosuke Furukawa 46 – Tim Arnold 48 – Max Pfister

Matej Maglica und Paul Will fehlen krankheitsbedingt, bei beiden ist eine Nachreise in das Trainingslager im Laufe der Woche möglich.

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07.03.2026

Startelf mit drei Neuen

Der 25. Spieltag der 2. Bundesliga steht an. Die Lilien empfangen Holstein Kiel im Merck-Stadion am Böllenfalltor. Florian Kohfeldt verändert seine Startelf im Vergleich zur Niederlage in Dresden auf drei Positionen. Aleksandar Vukotić rückt für den gesperrten Patric Pfeiffer in die Innenverteidigung, Merveille Papela ersetzt Raoul Petretta und Marco Richter startet anstelle von Killian Corredor, der aufgrund eines Schlags aus dem Dresden-Spiel im Kader fehlt. Zudem fehlen Fabian Nürnberger, Matthias Bader, Bartosz Bialek und Fraser Hornby weiterhin verletzungsbedingt.