Über die gesamte Spieldauer bot der SV 98 dieser qualitativ extrem stark besetzten Frankfurter Mannschaft absolut Paroli. Ein Team, das noch 2022 die Europa League gewann, in den letzten sechs Jahren gleich fünfmal an internationalen Wettbewerben teilnahm und zahlreiche Nationalspieler wie Top-Talente, die von europäischen Spitzenklubs umworben werden, in ihren Reihen weiß. Genau dieser Mannschaft verlangten die Lilien alles ab, stellten sie vor echte Probleme. Etwas, was auch den gegnerischen Trainer beeindruckte. „Jeder hat heute gesehen, dass Darmstadt nicht durch Zufall aufgestiegen ist“, erklärte Dino Toppmöller auf der Pressekonferenz nach der Partie: „Die Lilien haben die absolute Berichtigung für die Bundesliga.“
Dabei standen im Hessenderby nur zwei Spieler in der Darmstädter Startaufstellung, die überhaupt schon einmal in Deutschlands höchster Spielklasse aufliefen. Während Holland sein 50. Bundesliga-Spiel bestritt, schnupperte Matej Maglica zuvor noch in Diensten des VfB Stuttgart gerade einmal fünf Minuten Erstliga-Luft. Insgesamt gleich zwölf Lilien feierten dagegen in Frankfurt ihr Bundesliga-Debüt. Die Eintracht konnte derweil auf einen Kader zurückgreifen, der die Erfahrung von zusammengezählt über 2.500 Erstliga-Partien mitbrachte. Und dennoch. „Wir haben absolut gemerkt, dass wir auf diesem Niveau mithalten können“, verdeutlichte Christoph Zimmermann. Die Zweikampfquote (55:45 Prozent) sprach für die Südhessen. Zudem zählte die Statistik mehr Torschüsse (10:9) für die Blau-Weißen, die von der Chancenqualität her einen Treffer verdient gehabt hätten.