Weil – und jetzt müsste der Autor dieser Zeilen vermutlich ins Phrasenschwein einzahlen – Fußball ein Ergebnissport ist. Mit einem dominanten Auswärtsauftritt hatten die Südhessen die Wahrscheinlichkeit für drei Punkte oder zumindest einen Zähler maximal in die Höhe getrieben. Eine Sicherheit für die ergebnistechnische Belohnung gibt es jedoch nicht, wie der 28. Spieltag schmerzhaft aufzeigte. Weil hocheffizienten Hausherren zwei Chancen zur maximalen Ausbeute genügten.
„Heute hat man gesehen, warum ich kein Freund von Statistiken bin“, bekräftigte denn auch Torsten Lieberknecht: „In Nürnberg haben wir nicht aufs Tor geschossen und trotzdem gewonnen. Heute hatten wir viele Torchancen und haben trotzdem verloren.“ Sein Trainerkollege Daniel Thioune sah seine Mannschaft auf der Pressekonferenz als den „glücklichen Sieger“. In den vergangenen Partien habe man stets „optimale“ Statistiken gehabt, nur das Ergebnis habe nicht gestimmt: „Wir haben die letzten Wochen gegen viele Teams von oben gespielt, wurden aber nie so brutal eingeschnürt wie heute.“