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24.08.2025 / Profis

„Wenn es 3:3 ausgeht, beschwert sich auch niemand“

Der SV Darmstadt 98 bleibt ungeschlagen und sammelt nach zwei Siegen zum Auftakt einen Zähler gegen Hertha BSC: Mit 0:0 trennten sich die Lilien gegen den Aufstiegsfavoriten aus der Hauptstadt. Was sagen die Darmstädter Protagonisten zu den umkämpften 90 Minuten im Merck-Stadion am Böllenfalltor? Wir ordnen beide Cheftrainer das Spiel ein? Wir haben alle Stimmen zur Partie für Euch zusammengefasst.

Marco Richter applaudiert zu den Fans.
Foto: SV 98
Florian Kohfeldt:

„Es war in Spiel, das niemals 0:0 ausgehen darf. Es war aber ganz sicher kein langweiliger Nachmittag. Wir waren am Anfang ein bisschen überrascht, dass Hertha so kompakt und tief gestanden hat. Dementsprechend mussten wir unsere Strategie ändern und haben mehr auf ballferne, tiefe Läufe und Verlagerungen gesetzt. Das hat uns in die ein oder andere Situation gebracht. Wir hatten insgesamt aber im 4-2-3-1 Probleme, defensiv Zugriff auf dem Flügel zu bekommen. Nach der Umstellung auf Dreierkette waren wir die bessere Mannschaft sowie mutiger nach vorne und haben uns weiter Torchancen erspielt. Große Chancen hatten wir durch Bartosz Bialek und den Ball, den Tjark Ernst super hält. In der letzten Minute haben wir Glück, dass Fabian Reese den nicht macht. Die Szene hat gezeigt, dass es in der 2. Liga eine der schwersten Aufgaben ist, diese Qualität der Hertha über 90 Minuten zu verteidigen. Trotz der letzten Chance haben wir eine gute bis sehr gute Leistung gebracht. Beide Mannschaften hätten das Spiel für sich entscheiden können, auch wenn ich die eine oder andere Chance mehr bei uns gesehen habe. Wir haben einen sehr guten Saisonstart hingelegt. Jetzt freuen wir uns auf das Duell auf dem Betzenberg.“

Stefan Leitl:

„Ich weiß ehrlich nicht ganz genau, was ich mit dem 0:0 anfangen soll. Insgesamt bin ich zufrieden mit der Leistung. Es war unsere beste Saisonleistung gegen einen sehr starken und variablen Gegner. Wir haben gut ins Spiel gefunden, haben zunächst die Spielkontrolle abgegeben und wollten dem Gegner keine Räume für ihre tiefen Läufe geben. Selbst sind wir gut in Aktion gekommen. Du musst aber trotzdem auf die individuelle Qualität der Darmstädter sowie ihre Standardsituationen achten. Nach der Pause waren wir bis zur Umstellung der Lilien auf Dreierkette stabil. Danach hatten wir zunächst Anpassungsprobleme. Trotzdem haben die Jungs alles wegverteidigt und hatten gute Szenen nach vorne. Dann gibt es zwei große Chancen: Einmal hält Tjark Ernst hervorragend, auf der anderen Seite hat Fabian Reese den Lucky Punch auf dem Fuß, den wir gerne mitgenommen hätten. Letztlich macht uns unsere Leistung Mut für die nächsten Aufgaben.“

Marco Richter:

„Es war das erwartet schwere Spiel, auch wenn die Hertha nicht ganz so gut wie wir gestartet ist. Man hat gesehen, welche individuelle Qualität die Hertha mitgebracht hat. Das Spiel war ein bisschen komisch, es ging hin und her. Wenn es 3:3 ausgeht, beschwert sich auch niemand. Normalerweise macht Fabian Reese seine Großchance kurz vor Schluss. Wenn wir unsere Chancen nutzen, geht das Spiel auch anders aus – von daher finde ich, dass es eine gerechte Punkteteilung ist. Wir wollten die drei Punkte hier behalten, was uns leider nicht gelungen ist. Grundsätzlich nehmen wir aber den Punkt mit und lassen den Kopf nicht hängen. Am Ende hat man auf jeden Fall gesehen, dass wir noch Körner zum Nachlegen haben. Auch unser Pressing war heute richtig gut.“

Marcel Schuhen:

„Die Hertha stand heute sehr tief und hatte Respekt vor uns – das muss man sich erstmal erarbeiten. Wir haben unser Spiel durchgedrückt, gute Standardsituationen gehabt und kaum etwas zugelassen. Defensiv standen wir super, und ich fand, dass Mey Papela heute rechts hinten ein Topspiel gemacht hat. Durch die Dreierkette konnten die Halbspieler nach vorne verteidigen, dadurch wurde es für die Sechser etwas einfacher. Danach kam von der Hertha nur noch wenig. Das zeigt, dass wir beide Systeme spielen können. Wichtig für uns war, dass wir nicht den Kopf verloren haben. Bis auf die letzte Aktion mit Reese sind wir gegen eine gute Umschaltmannschaft sehr stabil geblieben. Wir wollten dieses Spiel gewinnen, und das hat man auch gesehen. Am Ende nehmen wir aber den Punkt und das Ergebnis mit. Es war heute ein 0:0 der besseren Art, weil wir alles probiert haben. Wir haben bis jetzt einen guten Punkteschnitt und sind im Pokal eine Runde weiter – von daher sind wir alle happy.“

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