„Darmstadt hat hervorragend gepresst, uns immer wieder Aufgaben gestellt und sich das 1:2 erarbeitet“, erklärte daher auch Gäste-Trainer Marco Rose, der Torsten Lieberknecht im weiteren Verlauf in aufrichtiger Form zu einer „tollen Leistung“ beglückwünschte. Von Anpfiff an hatten die Südhessen die Leipziger im Spielaufbau frühzeitig attackiert und dieses durchaus risikobehaftete Spiel nach dem 0:2 noch einmal intensiviert. „Wir waren mutig und aktiv und haben uns vom schlechten Start nicht beeindrucken lassen“, so Lieberknecht, der auch den Vergleich zu den bereits absolvierten Spielen gegen Mannschaften „aus dem oberen Regal“ heranzog: „Da war das unsere beste Leistung.“
Natürlich bringen Lob und eine gute Leistung noch keine Punkte, dennoch bestätigten die 90 Minuten die Lilien absolut in einer selbstauferlegten Vorgabe. „Wenn wir verlieren, dann wollen wir so verlieren wie heute“, bilanzierte Lieberknecht und lag damit auf einer Wellenlänge mit seinem Torhüter: „Das ist genau die Art und Weise, wie wir weiterhin Fußball spielen wollen. Weil sie uns sehr gut zu Gesicht steht und weil wir in den Spiegel gucken können und sagen: Das war Darmstadt 98.“