Als wir vor einem knappen halben Jahr vor dem Heimspiel gegen Braunschweig hier gesessen haben, war unsere Zielsetzung fürs Umfeld fast schon zu optimistisch. Wir haben gesagt, dass wir uns stabilisieren und eine stabile Saison spielen wollen. Die Stimmung aber ging eher in die Richtung: „Boah, seht erstmal zu, dass ihr irgendwie in der Liga bleibt.“ Dramatisch hat sich dann die Erwartungshaltung an uns entwickelt, die wir aufgrund unserer Ergebnisse selbst gerne geschürt haben. Im November und Dezember hat keine Mannschaft gerne gegen uns gespielt. Wir sind als Mannschaft so aufgetreten, dass man uns offensiv kaum greifen konnte. Wir haben auch gegen den Ball eine ganz hohe Aggressivität an den Tag gelegt. Dadurch sind die Erwartungen an unser Spiel und unsere Ergebnisse sehr hoch geworden. Das darf uns aber nicht den Blick vernebeln, wo wir herkommen und was unser Gesamtziel ist. Die aktuelle Phase jetzt hält viele Herausforderungen für uns bereit. Es ist aber auch eine Phase, die sehr lehrreich ist. Wenn wir solche Erlebnisse wie in der Hinrunde liefern wollen, müssen wir in allen Bereichen nah an einhundert Prozent kommen. Wir werden diese Phase bewältigen, weil wir handeln und dagegen angehen. Vielleicht ist es auch eine Phase, die für die Gesamtentwicklung eine ganz wichtige sein wird – für die Mannschaft, das Trainerteam und das Umfeld. Ich freue mich sehr, hier zu sitzen und das alles begleiten zu dürfen.