„Ich bin kein Harry Potter“, sagte Kees van Wonderen bei seiner Vorstellung im Vereins-TV. Was er damit meinte? „Wir können nicht zaubern, wir können in einer kurzen Zeit nicht das möglich machen, was wir am Ende sehen wollen. Aber wir gehen in den Prozess und wollen jeden Tag einen Schritt machen.“ Zwar startete der Niederländer mit zwei Niederlagen in seine Amtszeit bei den Königsblauen, doch wird sein eingangs beschriebener Prozess vor allem in den letzten Monaten immer sichtbarer. Im Dezember und im Januar blieb der FC Schalke 04 ungeschlagen, zuletzt feierte das Team einen 2:1-Erfolg über den Karlsruher SC.
Der 56-Jährige weiß aus eigener Erfahrung als Spieler und Trainer, wie man eine Mannschaft stabilisiert und Erfolge feiert. Als aktiver Profi gewann der ehemalige Rechtsverteidiger Feyenoord Rotterdam die niederländische Meisterschaft, den Supercup und auch den UEFA-Cup.
An der Seitenlinie sind solch große Triumphe zwar noch nicht gelungen. Allerdings coachte er 2018 die niederländische U17-Nationalmannschaft als Cheftrainer zur Europameisterschaft und wurde daraufhin Assistent von Ronald Koeman bei der A-Nationalmannschaft. Auch im Vereinsfußball lief es für van Wonderen durchweg positiv. Mit den Go Ahead Eagles Deventer schaffte er den Aufstieg in die Eredivisie, bevor er von 2022 bis 2024 den SC Heerenveen trainierte und das Team konstant im Tabellenmittelfeld hielt. Von seinem Team auf Schalke erwartet er, „dass sie alles tun, um jeden Tag besser zu werden.“